Wer hat Entscheid abgenickt? Und kommts jetzt zum Einsprachen-Puff?
Die wichtigsten Fragen zum Balogun-Skandal

Auch wenn die USA gegen Belgien aus dem WM-Turnier ausgeschieden sind, bleiben nach dem Skandal um Folarin Balogun viele Fragen offen. Blick beantwortet die wichtigsten.
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Folarin Balogun geriet unfreiwillig in den Fokus der Weltpolitik.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifa hebt Baloguns Sperre auf, Fussball-Welt reagiert mit Empörung
  • Trump und Infantino beeinflussten den Entscheid, Details bleiben unklar
  • Disziplinarkommission: 18 Mitglieder, darunter keine aus den USA oder Belgien
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Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

Wird jetzt jede Entscheidung angefochten?

Der Fifa-Entscheid, die Sperre von Folarin Balogun zurückzunehmen, hat die Fussball-Welt erschüttert. Können jetzt alle Entscheide über den Haufen geworfen werden? In den Tagen nach der Intervention durch Infantino und Trump versuchen erste WM-Teilnehmer ihr Glück. England prüft, ob man Einspruch gegen die Sperre von Verteidiger Jarell Quansah (23) einlegen will. Auch Top-Favorit Frankreich will den Spalt in der Tür, die der Weltverband geöffnet hat, nutzen. Les Bleus setzen sich für eine Annullierung der vermeintlich ungerechtfertigten Verwarnung von Michael Olise ein. Gut möglich, dass auch andere Teams ihre Chancen nun wittern und Sperren ebenfalls nicht mehr einfach so akzeptieren werden. Die Reaktionen der beiden europäischen Fussball-Grossmächte zeigen, welches Puff sich die Fifa mit dieser Kehrtwende selbst eingebrockt haben könnte.

Wer hat den Balogun-Entscheid getroffen?

Der Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino brachte den Stein ins Rollen, doch wer hat letztendlich den Entscheid zur Aufhebung der Sperre gefällt? Dafür ist die Disziplinarkommission des Weltverbands zuständig. Das ist ein Gremium bestehend aus 18 Mitgliedern aus Ländern wie Kolumbien, Paraguay, Tahiti, Italien, Togo oder Tonga. Präsidiert wird die Kommission von Mohammad Al Kamali aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mitglieder aus den USA oder Belgien sucht man übrigens vergeblich. Wer genau mitdiskutiert und entschieden hat, ist nicht bekannt. Genauso, ob es weitere Einflüsse gab – das bestreiten die Fifa und Kommissionspräsident Al Kamali.

«Ich habe um eine Überprüfung gebeten»
0:46
Donald Trump über Balogun-Foul:«Ich habe um eine Überprüfung gebeten»

Wie gehts es mit Balogun weiter?

Nach der 1:4-Pleite gegen Belgien ist die WM für den Stürmer und seine US-Boys zu Ende. Sollte er sich nochmals eine ähnliche Aktion wie gegen Bosnien leisten, wird aus der Bewährung eine richtige Strafe, und der 25-Jährige wird gesperrt. Nach den Ferien wird er zu seinem Stammklub Monaco zurückkehren. Ob er dortbleibt, ist noch offen.

Mit seinen drei Toren an der WM hat er sich auch sportlich in den internationalen Fokus gespielt, Borussia Dortmund soll die Fühler nach dem Amerikaner ausgestreckt haben. Klar ist, dass Balogun zeit seiner Karriere mit Trump, Infantino und dem Fifa-Skandal in Verbindung gebracht werden wird – egal wo er spielt. 

Ist sich die Fussball-Welt einig?

Der Aufschrei war nicht nur in der Fussball-Welt riesig. Auch Politiker und Diplomaten zeigten sich über die Einmischung der US-Regierung empört. Rund um den Achtelfinal äusserten sich mehrere internationale Experten wie Mats Hummels bei Magenta TV. Der Weltmeister von 2014 bezeichnete den Vorgang als «Katastrophe», auch an der Kommunikation der Fifa liess er kein gutes Haar. Als «absolute Nichts-Aussage» stempelte der Deutsche das Statement ab.

Doch nicht alle Ex-Fussballer sehen es gleich eng. Thierry Henry fand, dass Balogun unrechtmässig vom Platz gestellt wurde. Der Franzose, als Experte beim TV-Sender Fox Sports, der die WM-Rechte in den USA innehat, im Einsatz, beklagte einzig den Zeitpunkt. «Egal wie die Regel war oder ist – ich finde zwar, dass es die richtige Entscheidung war, aber warum erst so spät?»

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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