Zum Schutz der Fische
Kanton Solothurn verbietet Baden in Flüssen

Hitze und Trockenheit machen der Schweiz aktuell zu schaffen. Der Kanton Solothurn hat nun die Reissleine gezogen und ein Fischerei- und Betretungsverbot für fast alle Flüsse verhängt. Die Massnahme dient dem Schutz von Fischen und anderen Wasserlebewesen.
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Zum Schutz der Fische hat der Kanton Solothurn nun ein Fischerei- und Betretungsverbot für fast alle Flüsse verhängt.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Solothurn verbietet Betreten und Fischen in Flüssen wegen Hitzewelle.
  • Wassertemperaturen über 20 Grad gefährden Forellen und Äschen stark.
  • Abkühlung nicht in Sicht, weitere Massnahmen bei sinkendem Wasserstand möglich.
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Die Schweiz schwitzt. Unter der anhaltenden Hitzewelle leiden nicht nur Menschen. Auch den Wassertieren machen die hohen Temperaturen und die Trockenheit schwer zu schaffen. Der Kanton Solothurn hat nun ein Fischerei- und Betretungsverbot sämtlicher Fliessgewässer – mit Ausnahme der Aare, Birs und Emme – verhängt. 

Baden und Fischen sind damit in den meisten Flüssen untersagt. «Die Massnahme soll helfen, Fische und andere Wasserlebewesen zu schützen. Das Verbot gilt bis auf Widerruf», heisst es hierzu in einer Medienmitteilung des Kantons. 

«Viele Wassertiere kämpfen jetzt ums Überleben»

Grund für die Massnahme: Wegen der andauernden Trockenheit und der Hitzewelle erwärmen sich die Gewässer. Zugleich sinken die Wasserstände. Besonders in den kleineren und mittleren Flüssen im Kanton habe sich das Wasser dadurch kritisch erwärmt, während die Wasserstände aussergewöhnlich tief seien, betont der Kanton weiter. 

Für die Wassertiere, insbesondere Fische, stellt das eine schwere Belastung dar. «Viele Wassertiere kämpfen jetzt ums Überleben», heisst es hierzu in der Medienmitteilung. Umso wichtiger sei es daher, die Tierwelt in den Gewässern nicht noch weiter zu stören. «Bereits Wassertemperaturen über 20 Grad können kritisch sein. Kälteliebende Fischarten wie die Forellen und Äschen reagieren besonders empfindlich auf hohe Wassertemperaturen», führt der Kanton aus.

Weitere Massnahmen könnten folgen

Der Kanton will die Entwicklung der Situation laufend überwachen. Doch eine nennenswerte Abkühlung zeigten die aktuellen Wetterprognosen nicht, die zwar lokale Gewitter erwarten, jedoch keine kantonsweiten ergiebigen Niederschläge. 

Daher gilt: «Erst wenn sich die Situation zum Wasserstand und zur Wassertemperatur nachhaltig verbessert hat, können die Massnahmen aufgehoben werden.» Sollte der Wasserstand verschiedener Solothurner Gewässer unter den jeweiligen Minimalstand sinken, könnten zudem weitere Einschränkungen bei der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Nutzungen getroffen werden.

Wasserentnahmen nur für landwirtschaftliche Bewässerung

Auch wenn sie vom Verbot nicht betroffen sind: In der Emme, Birs und den Restwasserstrecken der Aare sollte dennoch Rücksicht auf die Wassertiere genommen werden, betont der Kanton. Vor allem tiefe Stellen und andere
kühle Rückzugsbereiche sollten zum Schutz der Fische weder von Menschen noch von Haustieren betreten werden.

Anfang Juli schränkte der Kanton Solothurn bereits aufgrund der sinkenden Abflussmengen in den öffentlichen Oberflächengewässern als Folge der Trockenheit die Wasserentnahmen weiter ein. Diese sind nur noch zur Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen erlaubt. Alle anderen Nutzungen sind nicht mehr gestattet.


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