«Wir sind wie gestört am Wässern»
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Dürre hat Folgen für Bauern:«Wir sind wie gestört am Wässern»

Dürre-Drama an der Schweizer Grenze
Fluss ausgetrocknet – vom Doubs bleibt nur noch Stein und Staub

Der Doubs-Fluss nahe der Schweizer Grenze ist streckenweise ausgetrocknet. Die Dürre hat verheerende Folgen: Fische sterben, Wälder leiden und Bauern müssen auf Winterfutter zurückgreifen. Zwei Gemeinden werden nun per Tankwagen mit Wasser versorgt.
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Wo einst der Doubs floss, liegen heute nur noch Steine und Kiesel im ausgetrockneten Flussbett.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fluss Doubs verschwindet komplett im französischen Département Doubs wegen Dürre
  • Trockenheit bedroht Gemeinden: Tanklastwagen liefern Wasser, Fische sterben
  • 55 Prozent weniger Regen im Juni, Milchproduktion stark gesunken
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Daniel MacherRedaktor News

Dramatische Szenen nahe der Schweizer Grenze: Im französischen Département Doubs ist der gleichnamige Fluss auf mehreren Kilometern vollständig verschwunden. Wo sonst Wasser fliesst, sind derzeit nur noch Felsen und Kieselsteine zu sehen. Die Region wurde wegen der anhaltenden Dürre in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Wie «Le Matin» unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, versickert das Wasser auf dem Hochplateau des Haut-Doubs wegen des karstigen Untergrunds im Boden. Erst weiter flussabwärts tritt es wieder an die Oberfläche. Zwar sind die Bewohner an tiefe Wasserstände gewöhnt, doch das komplette Austrocknen des Flussbetts sorgt für Besorgnis. «Früher konnte das im August passieren. Heute kommt es früher, dauert länger und ist stärker», sagt der Bürgermeister von Arçon, Fabien Henriet. Die Landschaft wirke «mondähnlich und deprimierend».

Die Dürre lässt das Flussbett wie eine Mondlandschaft aussehen.
Foto: AFP

Fische sterben, Bäume leiden

Die Folgen der Trockenheit sind weitreichend. In mehreren Gemeinden drohten zuletzt Versorgungsengpässe. In Maisons-Du-Bois-Lièvremont stand eine Käserei kurz vor einem Produktionsstopp, nachdem die Wasserreserven kritisch gesunken waren. Nur durch schnelles Eingreifen konnte der Betrieb weiterlaufen. Zwei Gemeinden werden inzwischen per Tanklastwagen mit Wasser versorgt.

Auch die Natur leidet. Wegen der niedrigen Wasserstände sterben zahlreiche Fische. Gleichzeitig begünstigt die Trockenheit die Ausbreitung von Borkenkäfern, die Fichten und andere Nadelbäume schädigen. Die Gemeinden befürchten deshalb Einbussen in der Forstwirtschaft.

Die hohen Wassertemperaturen und der niedrige Pegel lassen die Fische sterben.
Foto: AFP

«Ist nicht mehr das Haut-Doubs, das wir kennen»

Besonders hart trifft die Dürre die Landwirtschaft. Laut Météo-France lag das Niederschlagsdefizit im Juni 55 Prozent unter dem Durchschnitt, wie das Schweizer Nachrichtenportal weiter schreibt. Die Wiesen sind ausgetrocknet, Bauern müssen bereits ihre Winterfutterreserven einsetzen.

Milchproduzent Patrice Glasson berichtet von sinkenden Erträgen: Statt 25 Litern Milch pro Kuh und Tag liefern seine Tiere wegen Hitze und Futtermangel nur noch 18 bis 19 Liter. «Das ist nicht mehr das Haut-Doubs, das wir kennen», sagt er.

Wo vorher ein Fluss war, prägt nun die Dürre das Landschaftsbild.
Foto: AFP
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