Sie wollten Rolf Wegmüller um eine Million Franken erpressen – Hunde-Entführer verurteilt!
«Das Plädoyer der Staatsanwältin ist mir sehr nahegegangen»

Rolf Wegmüller (61) erlebte 2025 einen Alptraum: Zwei seiner Hunde wurden entführt und Lösegeld gefordert. Nun wurde ein Täter in Dietikon verurteilt. Blick hat mit Wegmüller gesprochen.
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Rolf Wegmüller musste seine zwei Bolanka-Hunde letztes Jahr aus Polen abholen. Dies, nachdem sie entführt wurden.
Foto: Beat Michel

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Norweger erpresste 2025 Rolf Wegmüller aus Zürich um 1 Mio. Franken
  • Täter erhielt 20 Monate bedingte Haft und 6 Jahre Landesverweis
  • Zweiter Täter vor Gericht im Juni, Wegmüller fordert strenges Urteil
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Im Februar 2025 brach Rolf Wegmüller (61) mit einem Erpressungsbrief in den Händen zusammen. Die Forderung: Eine Million Franken, ansonsten würde er seine zwei geliebten Hunde nie mehr wiedersehen. Doch Wegmüller hörte nicht auf die kaltherzige Drohung und ging zur Polizei.

Die Ermittler folgten den Spuren bis nach Polen. Letztendlich wurden zwei Täter festgenommen – ein dritter konnte bis heute nicht identifiziert werden. Das Schockierende: Wegmüller kannte beide festgenommenen Entführer gut.

«Ich wollte die Hunde dabeihaben»

Am vergangenen Mittwoch verkündete das Bezirksgericht Dietikon nun ein Urteil gegen einen der beiden Täter. Wegmüller war beim Prozess dabei – mit seinen Hündchen auf dem Schoss. «Ich wollte die Hunde dabeihaben», sagt er zu Blick. 

Das Gericht verurteilte den 32-jährigen Norweger zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Zudem erhielt er einen Landesverweis von sechs Jahren.

Für Wegmüller war der Tag besonders emotional. «Das Plädoyer der Staatsanwältin ist mir sehr nahegegangen. Immer wieder dachte ich mir: Wie kann man nur?» Denn die Hunde sind für den 61-Jährigen Familienmitglieder und ein grosser Halt im Leben. 

Prozess von zweitem Täter im Juni

Als der Norweger zunächst aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, hatte Wegmüller mit der Angst zu kämpfen, dass ihm oder seinen Hunden etwas widerfahren könnte. «Beim Spazieren habe ich mich immer wieder umgedreht, um zu schauen, ob jemand hinter mir ist», so Wegmüller. Viel Unterstützung erfuhr er von seinen Nachbarn, die ihm damals Mut zusprachen. «Ihnen bin ich unendlich dankbar.»

Trotz allem wünscht Wegmüller dem verurteilten Täter nichts Schlechtes. «Er wurde mit der U-Haft und den sozialen Konsequenzen schon genug gestraft», sagt er zu Blick. Er selbst sei einfach froh, dass seine Hunde wohlauf sind. «Ich schaue grundsätzlich immer nach vorne und glaube an Karma.»

Nicht so versöhnlich reagiert Rolf Wegmüller auf den zweiten Erpresser. Dessen Verhandlung findet im Juni statt. «Er hat alles initiiert», ist sich Wegmüller sicher. «Bei ihm kenne ich kein Pardon und hoffe, er bekommt ein strenges Urteil.»

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