Fitnessstudio in Dietikon ZH
Erstes Halal-Gym in der Schweiz nimmt zweiten Anlauf

Das erste Halal-Fitnessstudio der Schweiz könnte in diesem Jahr in Dietikon eröffnen. Nach einem gescheiterten Start 2025 haben die Betreiber jetzt ein Baugesuch eingereicht und hoffen auf grünes Licht für das «954 Studio».
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Im Gym in Dietikon soll es Halal-Snacks geben – aber nur in langen Hosen. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das erste Halal-Fitnessstudio der Schweiz plant 2026 in Dietikon zu eröffnen
  • Frauen und Männer trainieren getrennt, mit Halal-Snacks und Gebetsbereich
  • 175 m² Studio, Monatsgebühr von 54 bis 65 Franken, alles digital organisiert
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Daniel MacherRedaktor News

Das erste Halal-Fitnessstudio der Schweiz kommt – vielleicht noch dieses Jahr. Die Betreiber des «954 Studio» in Dietikon ZH wagen einen neuen Versuch. Nach dem verpatzten Start im Herbst 2025 liegt nun ein offizielles Baugesuch bei der Stadt, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet.

Ursprünglich hätte das Studio mit getrennten Trainingszeiten für Männer und Frauen sowie Halal-Snacks und einem Gebetsraum bereits am 20. Oktober 2025 eröffnen sollen. Doch daraus wurde nichts: Das Dietiker Bauamt stoppte das Projekt, weil gar kein Baugesuch eingereicht worden war. Jetzt ist das Dossier bis zum 9. April öffentlich einsehbar – und die Brüder Tolga, Emre und Berke Argön starten den zweiten Anlauf.

Keine kurzen Hosen – dafür Halal-Snacks

Interessant: Laut Emre Argön ist der Umbau längst abgeschlossen. «Das Studio ist bereit», sagt er. Warum das Gesuch damals vergessen ging, lässt er offen. Offenbar kam es zu einem Missverständnis mit dem Vermieter – zuständig war aber das Halal-Gym selbst.

Am Konzept hat sich nichts geändert. Frauen und Männer trainieren getrennt, wobei Frauen deutlich mehr Trainingszeiten haben. Die Betreiber wollen damit ein respektvolles und geschütztes Umfeld bieten. Kurze Hosen bleiben verboten, erlaubt sind nur Beinkleider bis über die Knie. Dazu gibts Halal-Snacks, einen Gebetsbereich und ein Zugangssystem über App und QR‑Code.

Kritik vonseiten der SVP

Das Studio umfasst 175 Quadratmeter Fläche, kostet zwischen 54 und 65 Franken im Monat und verzichtet auf Personal – alles läuft digital. Schon bei der ersten Ankündigung hatte das Vorhaben für Diskussionen gesorgt: So protestierte die Junge SVP Zürich und verteilte am Bahnhof Dietikon Cervelats «für Schweizer Kultur und gegen religiöse Extrawürste».

Wann das «954 Studio» tatsächlich eröffnet, ist offen. Emre Argön sagt: «Sobald wir die Bewilligung erhalten, gehts los.»

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