Erneute Aktion nach Hunderten Absagen
Schweizerin (54) kämpft mit «Bewerbung in 3D» weiter um ihre Zukunft

Die Schweizerin Alexia Schütz stellt sich mit einem Plakat «Bewerbung in 3D» erneut auf die Strassen Zürichs. Ihr Ziel: Endlich eine Vollzeitstelle zu finden. Schütz gibt nicht auf und kämpft weiter um ihre Zukunft.
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Alexia Schütz auf der Zürcher Bahnhofstrasse.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alexia Schütz steht mit «Bewerbung in 3D»-Schild am Zürcher Hauptbahnhof
  • Seit drei Jahren kämpft die 54-Jährige um eine Vollzeitstelle
  • Aktuell arbeitet sie 40 Prozent, braucht jedoch mehr für ihre Zukunft
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Janine EnderliRedaktorin News

Mitten im Zürcher Hauptbahnhof steht wieder eine Frau mit einem ungewöhnlichen Bewerbungsschild. «Bewerbung in 3D» steht darauf. Sie wartet nicht auf den nächsten Zug – sondern auf eine berufliche Chance.

Hinter der Aktion steckt Alexia Schütz. Vor drei Jahren sorgte die Schweizerin schon einmal für Aufmerksamkeit, als sie sich mit einem Schild mit der Überschrift «Ich alte Schachtel suche einen Job» in die Bahnhofshalle stellte. Damals suchte sie als 50-Jährige einen Neustart im Berufsleben. Zuvor hatte sie zwei Kinder grossgezogen und wollte 2023 wieder voll ins Arbeitsleben einsteigen. Doch es klappte nicht richtig. Heute ist sie 54 – und kämpft weiter um ihre Zukunft.

«Man erhält selten Feedback»

«In den vergangenen Jahren ist viel passiert», erzählt die Genferin im Gespräch mit Blick. «Ich hatte einen temporären Job, momentan arbeite ich 40 Prozent am Empfang eines Büros in Zürich. Das reicht jedoch nicht. Ich muss mir irgendwie meine Zukunft finanzieren und brauche eine Vollzeitstelle.»

Die 54-Jährige gibt nicht auf. «Ich schicke immer wieder Bewerbungen. Leider erhält man selten Feedback. Es ist alles sehr anonym.» Aus diesem Grund beschloss sie, erneut den Gang auf die Strasse zu wagen. Das Ziel: Kontakt mit echten Menschen und potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen.

«Ich glaube schon, dass es am Alter liegt»

Warum es mit einer Festanstellung und einem höheren Pensum bisher nicht geklappt hat, weiss Schütz nicht genau. «Ich glaube schon, dass es am Alter liegt», vermutet sie. Das sei für sie jedoch keine Ausrede. «Ich kann die Bedingungen momentan nicht ändern, also kämpfe ich weiter.»

Wenn nötig auch in 3D. «Ich war heute am Paradeplatz, Bahnhofstrasse, Bleicherweg, Stadelhofen. Ich habe das Plakat ein bisschen angepasst. Die Überschrift lautet nun: ‹Bewerbung in 3D›.» Es sei anders gewesen als vor drei Jahren. «Damals hatte es viele junge Schüler auf der Strasse, die an der Aktion Freude hatten. Dieses Mal war die Interaktion anders. Einige ignorierten mich, andere machten ein Foto und ein paar Frauen sprachen mich an und schickten mir anschliessend eine Linkedin-Anfrage.» Am Mittwoch startet sie einen erneuten Versuch.

Schütz wünscht sich am liebsten eine Stelle in der Administration eines Unternehmens, im kaufmännischen Bereich oder auch im Personalwesen. Sie hofft, dass sich durch die Situation vielleicht etwas ergibt.

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