Darum gehts
- Zwei Einbrüche in wenigen Tagen beim Restaurant Babas Gastro in Zürich
- Täter stahlen Waren und Geräte, Schaden beträgt mehrere Tausend Franken
- Restaurant seit Mai 2025 im Freibad Auhof, Betrieb aktuell eingeschränkt
Kaum hatte sich der Schock über den ersten Einbruch gelegt, schlugen die Täter erneut zu. Das Restaurant Baba's Grill im Freibad Auhof in Zürich wurde innerhalb weniger Tage gleich zweimal Ziel von Einbrechern. Am vergangenen Donnerstag drangen Unbekannte in den Gastrobetrieb ein. In der Nacht auf Mittwoch kamen wieder Einbrecher und hinterliessen zusätzlich erheblichen Sachschaden.
«Zum Glück war der Tresorschlüssel bei mir»
Als Baba Godil (48) am Mittwochmorgen sein Restaurant betrat, traute er seinen Augen kaum. «Es war schon das zweite Mal. Heute Morgen bin ich ins Restaurant gekommen, die Tür war offen und die Einbrecher haben ein Chaos hinterlassen», erzählt der Gastronom Blick. Besonders hart traf ihn der Vorfall, weil er sich an seinem Geburtstag ereignete. «Ich hatte Tränen in den Augen, da heute auch mein Geburtstag ist. Die Polizei habe ich auch informiert», sagt Godil.
Weinlager leergeräumt
Die Täter räumten zahlreiche Waren und Geräte aus dem Restaurant. «Mir wurde das komplette Weinlager geleert, eine Fritteuse, elektronische Geräte, der Schlüsselkasten, dazu 10 Kilo Frittieröl, 20 Kartons Bier, Süssigkeiten und Kinderspielzeug. Zum Glück war der Tresorschlüssel bei mir.» Auch Schäden am Inventar wurden hinterlassen. Briefkasten, Slushmaschine und Türe wurden beschädigt.
Den Schaden schätzt Godil auf mehrere Tausend Franken. Wer hinter den Taten steckt, ist bislang unklar. Es habe bislang «keine Hinweise» gegeben, sagt Godil. Die Stadtpolizei Zürich bestätigt auf Blick-Anfrage einen Einsatz am vergangenen Donnerstag. Zum neuen Einbruch vom Mittwoch liegt bislang keine Meldung vor.
Erst seit einem Jahr im Freibad Auhof
Seit Mai 2025 betreibt Baba Godil die Beiz im Freibad Auhof. Die Folgen des Einbruchs spürt er deutlich. «Ich muss alles neu bestellen. Bei hohem Betrieb müsste ich einen grossen Teil des Sortiments streichen.» Der Restaurantbetrieb läuft deshalb derzeit nur eingeschränkt weiter. Baba sagt einen Satz, der wohl nur selten über seine Lippen kommt: «Zum Glück ist heute nicht so gutes Wetter.»
Auch die Mitarbeiter sind betroffen. «Sie sind sehr bedrückt und traurig, dass so etwas passiert.» Bei Stammgästen und Besuchern habe die Nachricht ebenfalls Bestürzung ausgelöst. Ihre Reaktion fasst Godil mit einem Wort zusammen: «Schockiert.»
«Lasst uns die Schweiz zu einem sicheren Ort machen»
Er schiebt nach: «Ich finde es sehr schade, dass es in der Schweiz passiert. In der Schweiz haben wir es so gut.» Von der Bevölkerung und den Behörden wünscht er sich mehr Zusammenarbeit. «Gemeinsam sind wir stark. Zivilisten und Polizei müssen zusammenarbeiten und Verdachtsfälle der Polizei melden.» An die Verantwortlichen richtet er einen Appell: «Lasst uns die Schweiz zu einem sicheren Ort machen.»
Zum Schluss bedankt sich Godil bei den Menschen, die ihn unterstützen: «Ich möchte Danke sagen an all die Leute, die mich unterstützen.»