Darum gehts
- Rapper Stress (48) berichtet über schwierige Monate vor Rückenoperation in Januar
- Schmerzen so stark, Freundin musste ihn auf Teppich zum WC schieben
- Operation erfolgreich: Stress kann wieder laufen, plant bald wieder Sport
Die Erleichterung ist Rapper Stress (48) anzusehen. Nach seiner Rückenoperation meldete sich der Musiker am Sonntag mit Bildern aus dem Spital bei seinen Fans. Gegenüber Blick spricht er nun offen über die schwierigen Monate vor dem Eingriff. Schnell wird klar, wie stark ihn der Bandscheibenvorfall zuletzt einschränkte. Stress versuchte alles, um die Beschwerden ohne Eingriff in den Griff zu bekommen. Irgendwann musste er einsehen, dass der Kampf aussichtslos geworden war.
Dabei war das Jahr für den Westschweizer musikalisch vielversprechend gestartet. Im Januar veröffentlichte er gemeinsam mit Zian die Single «How To Heal». Ein Songtitel, der heute fast prophetisch wirkt. Damals litt Stress bereits unter Rückenbeschwerden. Wie gravierend die Situation jedoch werden würde, ahnte er noch nicht. Der Song entwickelte sich zum Hit, hält sich seit 18 Wochen in den Top 20 der Schweizer Single-Charts. Aktuell gehört er zudem zu den meistgespielten Songs im Schweizer Radio.
Stress bricht Ferien ab
Der entscheidende Moment kam Anfang Jahr. «Im Januar musste ich meine Ferien in Indonesien abbrechen und zurückkommen, weil ich so starke Schmerzen hatte», erzählt er. Im Spital erhielt er eine Infiltration, damit er überhaupt auf Tour gehen konnte. Die Hoffnung auf Besserung hielt nicht lange an. «Ein oder zwei Monate später war ich wieder fast am gleichen Punkt.»
Stress suchte Hilfe bei Chiropraktikern und Osteopathen, liess sich mit Methoden der traditionellen chinesischen Medizin behandeln. Ohne Erfolg. «Dann habe ich realisiert, dass es nicht besser werden wird. Das war der Moment, an dem ich aufhören musste zu kämpfen und akzeptieren musste, dass ich diese Operation machen muss.»
Besonders belastend war die Zeit unmittelbar vor dem Eingriff. Die Situation verschlechterte sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch. Obwohl bereits ein Termin stand, musste die OP vorgezogen werden. Stress schildert den bangen Moment: «Wir mussten die Operation im Notfall machen. Ich spürte meinen Fuss nicht mehr!»
Entsprechend gross sei die Angst vor dem Eingriff gewesen. «Ich habe einfach gehofft, dass ich diese Schmerzen nicht mehr habe und wieder auf zwei Beinen stehen kann.» Rückblickend sei sogar eine gewisse Erleichterung dabei gewesen, in den OP-Saal geschoben zu werden. «Ich war ein bisschen erleichtert, weil ich wirklich am Ende war.»
Freundin musste ihn zum WC ziehen
Wie sehr ihn die Beschwerden zuletzt beeinträchtigten, zeigen seine Schilderungen aus den Tagen vor der Operation. Rennen war längst nicht mehr möglich. Selbst einfachste Tätigkeiten wurden zur Herausforderung. «Ich konnte nicht mehr sitzen, ich konnte nicht mehr stehen, laufen sowieso nicht. Wenn ich aufs WC musste, musste meine Freundin mich auf einem Teppich bis zum WC ziehen.»
Heute sei der Westschweizer vor allem eines: dankbar. Nach der erfolgreichen Operation kehrt Normalität ein. «Ich schätze diese kleinen Dinge heute sehr.» Schon ein kurzer Spaziergang zum nächsten Laden bedeute ihm viel.
Der Blick geht bereits wieder nach vorne. Sein kommendes Album mit dem Titel «How To Heal» erscheint am 4. September. Wenige Wochen später startet am 23. Oktober die dazugehörige Tour. «Ich freue mich wieder darauf, zu rennen und Sport zu machen. Ich weiss, ich muss noch etwas Geduld haben. Aber es kommt alles gut.»