Darum gehts
- Zwei deutsche Goldankäufer betrügerisch in Sarnen OW aktiv Anfang September
- Dokumentationspflicht verletzt, Belege verfälscht, Waren zu Tiefpreisen angekauft
- Strafverfahren eingeleitet, Polizei sichert Vermögenswerte und Gegenstände
Im Zeitraum vom 5. bis 7. September 2026 waren in Sarnen zwei zwielichtige Goldankäufer tätig. Bei Kontrollen durch die Kantonspolizei Obwalden ergaben sich Verdachtsmomente auf ein betrügerisches Vorgehen. Im Laufe der daraufhin eingeleiteten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Goldankäufer ihren gesetzlichen Dokumentationspflichten teilweise nicht nachkamen.
Zudem kauften die Ankäufer Wertgegenstände zu deutlich zu tiefen Preisen an. Die Verkäuferinnen und Verkäufer gingen dabei gutgläubig davon aus, einen angemessenen Preis zu erhalten. Teilweise wurden auch ausgestellte Belege nachträglich verfälscht.
Das rät die Kantonspolizei Obwalden
Gegen zwei 33- und 21-jährige deutsche Staatsangehörige, ohne Wohnsitz in der Schweiz, wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Betrugs, Urkundenfälschung sowie Verstössen gegen das Edelmetallgesetz eingeleitet. Im Zuge der Ermittlungen stellte die Polizei mehrere Gegenstände und Vermögenswerte sicher.
«Wer Gold, Schmuck oder andere Wertgegenstände verkaufen möchte, sollte sich vorgängig über deren ungefähren Wert informieren. Angaben zu Gewicht, Prägungen, früheren Kaufpreisen oder vorhandene Kaufbelege helfen dabei. Lassen Sie sich Gewicht und Materialwert vom Ankäufer nennen, bevor Sie eigene Angaben machen», empfiehlt die Kantonspolizei Obwalden in einer Medienmitteilung.
Weiter rät die Behörde, Gegenstände vor dem Verkauf zu dokumentieren und zu fotografieren und eine vollständig ausgefüllte, detaillierte Quittung zu verlangen. Das Wiegen sollte ebenfalls beobachtet und du solltest dir die angewandte Prüfmethode erklären lassen.
Wann es Sinn ergibt, den Notruf zu verständigen
«Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, nehmen Sie sich Zeit und vergleichen Sie Angebote. Bei Schmuck mit Edelsteinen ist auch deren möglicher Wert zu berücksichtigen», fügt die Kapo hinzu.
Ältere oder unsichere Personen sollten eine vertraute Person beiziehen. Es ergibt zudem Sinn, mehrere Angebote einzuholen und auch ortsansässige Juweliere oder Goldschmiede zu berücksichtigen. Wenn dir etwas verdächtig erscheint oder Zweifel am Vorgehen des Ankäufers besteht, verständige die Polizei über die Notrufnummer 117.