Darum gehts
- Trump und Iran schliessen Friedensvertrag, unterzeichnet am 17. Juni in den USA
- Bürgenstock-Hotel geräumt, um Treffen beider Delegationen ungestört zu ermöglichen
- US-Militärflugzeuge in der Schweiz, darunter Boeing C-17 mit 77,5 Tonnen Kapazität
Das Abkommen ist unterzeichnet: US-Präsident Donald Trump (80) hat tatsächlich einen Deal mit dem Iran gemacht. Am Mittwoch unterzeichneten beide Parteien den Friedensvertrag. Das ist ein erster Schritt.
Jetzt geht es aber um die Details und besonders um die Frage: Wie wird das Abkommen umgesetzt? Die USA und der Iran haben sich für ein erstes Treffen am Freitag einen besonderen Ort ausgesucht: den Bürgenstock im Kanton Nidwalden, hoch über dem Vierwaldstättersee.
Trump wird nicht dabei sein
Das bekamen die Gäste im Luxusresort als Erste bitter zu spüren. Sie mussten sofort ihre Zimmer räumen. Das gesamte Hotel wird für den Friedensgipfel benötigt – egal, ob Hochzeitsreise oder runder Geburtstag.
Für wen die Gäste Platz machen müssen, ist übrigens noch streng geheim. Beide Länder werden hochrangige Delegationen schicken. Mehr ist dazu allerdings nicht bekannt. Nur so viel: Trump selbst wird nicht dabei sein. Er flog nach den diplomatischen Verhandlungen direkt zurück in die USA.
Im Gespräch sind US-Vizepräsident J. D. Vance (41) und der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf (64). Bestätigt ist das bisher nicht.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) will sich nicht zu Details äussern. Neben den USA und dem Iran werden auch die Mediatoren Pakistan und Katar anwesend sein. «Über den Ablauf und die Details dieses Treffens können aktuell keine weiteren Angaben gemacht werden», schreibt das EDA auf seiner Website.
Koloss des US-Militärs am Schweizer Himmel gesichtet
Dass absolute Top-Diplomaten anreisen, zeigt der Blick in den Schweizer Himmel. Am Donnerstag wimmelte es dort von Maschinen des US-Militärs. Helikopter flogen über Zürich und den Bodensee. Und nicht nur das: Auch eine Boeing C-17 Globemaster III wurde gesichtet. Der Mega-Flieger ist ein echtes Kraftpaket: Die C-17 kann stolze 77,5 Tonnen Fracht oder 102 Fallschirmjäger transportieren. Der Koloss ist 53 Meter lang und vor allem dafür bekannt, dass er selbst auf extrem kurzen Pisten problemlos landen kann.
Wie viele US-Militärmaschinen angemeldet wurden und wie lange sie in der Schweiz bleiben, bleibt ein Geheimnis. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) schweigt dazu. Bazl-Sprecher Antonello Laveglia zu Blick: «In Bezug auf Staatsflugzeuge und diplomatische Beziehungen gibt das Bazl keine Auskünfte zu diplomatischen Freigaben.» Klar ist aber: Alle Maschinen brauchten vorher eine Bewilligung. Einfach so in den Schweizer Luftraum eindringen dürfen die Amis nicht.