Jonas Lauwiner versteigert Strasse in Luzern
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«König der Schweiz»:Jonas Lauwiner versteigert Strasse in Luzern

Die Quartierstrasse hat einen neuen Besitzer
«König der Schweiz» zieht sich aus Geuensee zurück

Jonas Lauwiner, der selbst ernannte König der Schweiz, hat den Rosenweg in Geuensee LU an einen Anwohner verkauft. Der Erlös geht an die Kinderkrebshilfe Schweiz.
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Jonas Lauwiner bezeichnet sich selbst als «König der Schweiz».
Foto: Helena Graf
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Guido FelderAusland-Redaktor

Die Aufregung im Geuensee hat ein Ende: Der Rosenweg, eine kleine Quartierstrasse, gehört nun wieder einem Anwohner. Jonas Lauwiner (31), der sich selbst als «König der Schweiz» bezeichnet, hat den Rosenweg erfolgreich versteigert. Den Zuschlag erhielt ein Bieter mit dem Pseudonym «Floralis» für die Summe von 8500 Franken. Laut Lauwiner handelt es sich beim Käufer um einen direkten Anrainer der Strasse.

Besonders erfreulich: Lauwiner hält an seinem Versprechen fest, den gesamten Erlös der Kinderkrebshilfe zu spenden. Das Startgebot lag ursprünglich bei 5000 Franken; Gebote kamen aus der gesamten Schweiz, darunter aus den Kantonen St. Gallen, Graubünden, Aargau und Zürich. Das schreibt die «Surseer Woche».

Legal gekauft

Die Geschichte des Rosenwegs sorgte weit über die Gemeindegrenzen hinaus für Schlagzeilen. Lauwiner hatte sich das herrenlose Grundstück völlig legal über die Behörden angeeignet. Er kam damit den Anwohnern zuvor, die gerade dabei waren, eine eigene Strassengenossenschaft zu gründen. Zwischenzeitlich hatte Lauwiner der Gemeinde die Strasse sogar für die horrende Summe von 150'000 Franken zum Kauf angeboten.

Mit dem Verkauf an einen Einheimischen kehrt nun Ruhe im Quartier ein. Die ursprünglich geplante Strassengenossenschaft der Anwohner soll nun wie angedacht gegründet werden, um die Verwaltung und den Unterhalt des Rosenwegs langfristig in die Hände der Gemeinschaft zu legen.

Lauwiner hat nach eigenen Angaben bislang rund 150 Grundstücke erworben – darunter auch den herrenlosen Rosenweg in Geuensee. Sein «königliches» System: Er durchforstet Grundbücher und lässt sich für geringe Gebühren als Eigentümer eintragen – ein Vorgehen, das in Kantonen wie Luzern legal ist.

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