Darum gehts
- Nicolas Rimoldi und «Mass-Voll» demonstrieren am Samstag in Luzern gegen EU-Abkommen
- Rechtsextreme Organisationen und ausländische Unterstützer werden bei der Demo erwartet
- Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr und endet um 18 Uhr
Mittlerweile geht es der Bewegung «Mass-Voll» und ihrem Anführer Nicolas Rimoldi (31) nicht mehr nur um die Bekämpfung von Pandemie-Massnahmen. Die Gruppe ist mittlerweile fester Bestandteil der rechtsextremen Szene in der Schweiz. Am Samstag ziehen Rimoldi und seine Kumpanen durch Luzern.
Bei der Demo in der Grossstadt geht es laut SRF um das Verhältnis der Schweiz zur EU, die Bilaterale III empfindet «Mass-Voll» als einen «Knechtschaftsvertrag», den es zu verhindern gilt.
«Abmarsch» um 15 Uhr
Es ist damit zu rechnen, dass an der Demo vermehrt Vertreter rechtsextremer Organisationen vertreten sein werden. Die Nationalpartei Schweiz, eine rechtsextreme Kleinstpartei, soll für die Kundgebung geworben haben. Auch Mitglieder der Jungen Tat dürften in der Leuchtenstadt auftauchen. Laut Rimoldi bekommt man zudem auch Verstärkung von Rechtsextremen aus dem Ausland.
Auf einem Flyer zur Demo wird der «Abmarsch» für 15 Uhr angekündigt. Das Ende der Demo wurde für 18 Uhr fixiert.
SP-Stadtpräsident sieht rechte Demo gelassen
Im Februar zogen Rimoldi und seine Kumpanen bewaffnet mit Hellebarden durch die St. Galler Innenstadt. SP und Grüne reagierten empört.
Es sieht allerdings nicht danach aus, dass die Stadt Luzern die Bewilligung für die Demonstration kurzfristig zurückziehen wird. Der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli (62, SP) findet, die freie Meinungsäusserung sei ein wichtiges Gut, wie er dem SRF sagte. Also lässt er die umstrittenen Figuren wohl gewähren. Ein Blick-Reporter ist am Samstag vor Ort und beobachtet das Geschehen.