«Ich war in Panik»
Vater im Zug nach Lausanne gefangen, Kleinkinder allein am Perron

Schock in Renens: Ein Vater steigt nochmal schnell in den Zug, um Skier zu holen – plötzlich fährt der Zug los. Seine Kinder, zwei und fünf Jahre alt, bleiben allein auf dem Gleis zurück. Ein Albtraum.
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Die beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren wurden alleine am Bahnsteig zurückgelassen. (Archivbild)
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Vater vergisst Skier im Zug in Renens, Kinder bleiben allein zurück.
  • SBB bedauern Vorfall, sprechen von Missverständnis und unklarer Kommunikation.
  • Zwei Passagierinnen kümmerten sich um die Kinder, beide wohlbehalten gefunden.
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Gina Grace Zurbrügg
Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Er hatte nur seine Skier im Zug vergessen, doch am Ende blieben seine Kinder allein am Gleis zurück. 

Ein Mann war vor ein paar Tagen mit seinen zwei Kindern (zwei und fünf Jahre) im Intercity aus Yverdon VD unterwegs. In Renens VD stiegen sie aus. Der Vater merkte, dass er die Skier vergessen hat. «Ein dummer Moment und plötzlich kippt alles», sagt er zur Zeitung «24 Heures».

Er rannte zur Zugtür, sprach laut eigener Aussage mit drei Kondukteuren. Er erklärte, dass seine Kinder draussen warten würden und er nur rasch die vergessenen Skier holen wolle. «Einer der Schaffner nickte. Also bin ich eingestiegen.»

«In diesem Moment hatte ich kein Vertrauen mehr»

Doch der Zug fuhr los. Der Vater hat versucht, das Personal zu alarmieren und auf die Dringlichkeit hingewiesen. Er wollte die Notbremse ziehen. «Ich war in Panik.»

Schliesslich versicherte ihm ein Kondukteur, dass man den Bahnhof informiere. In Lausanne stieg er aus, nahm den nächsten Zug zurück nach Renens, aus Angst rief er sogar die Polizei. «In diesem Moment hatte ich kein Vertrauen mehr.» Als er endlich zurück im Bahnhof von Renens ankam, entdeckte er seine Kinder wohlbehalten: Zwei Passagierinnen hatten sich um sie gekümmert.

SBB sprechen von Missverständnis

Die SBB bedauern auf Anfrage von «24 Heures» den Vorfall. Man verstehe die Aufregung des Vaters. Allerdings sei keine klare Bitte geäussert worden, den Zug aufzuhalten. Sie vermuten ein Missverständnis. Laut SBB wurden die zuständigen Stellen informiert. Die Notbremse zu ziehen, wäre nicht die richtige Lösung gewesen. «In solchen Fällen ist es am besten, bis zum nächsten Bahnhof zu warten und umzukehren, wie es der Fahrgast getan hat. Die Notbremse sollte nur bei unmittelbarer Gefahr betätigt werden», erklärt der SBB-Sprecher.

Für den betroffenen Vater bleibt ein bitterer Nachgeschmack: «Wenn das schiefgegangen wäre, würden wir heute von einer Tragödie sprechen.»

* Name geändert 

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