«Vulkan voller Leben»
Mutter von Maria S. schreibt Abschiedsbrief für ihre Tochter

Sie durfte nur 22 Jahre alt werden. Am Samstag wurde Maria S. bei dem Rave in Aarau tödlich verletzt. Am Dienstag reiste ihre Mutter in die Schweiz, um sie zu identifizieren und wendet sich mit einem Abschiedsbrief an ihr Kind.
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Ihre Mutter wird nie wieder das Lachen ihrer Tochter hören.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Maria S. stirbt bei Schüssen auf Rave in Aarau am Samstag
  • Ihre Mutter schreibt rührenden Abschiedsbrief nach schwerem Gang ins Spital
  • Leichnam wird nach Sant’Angelo, Pescara, Italien überführt
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Angela RosserJournalistin News

Sie kam aus Italien und wollte sich in der Schweiz ein neues Leben aufbauen. Maria S.* hat Freunde gefunden und beim Kanton Aargau gearbeitet. Am Samstag telefonierte sie noch mit ihrer Mutter. «Ich bin glücklich, ich fühle mich wie wiedergeboren», sagte sie laut italienischen Medien.

Am Abend endete ihr Leben jäh. Bei dem Rave in Aarau fielen Schüsse und Maria S. wurde tödlich verletzt. Um ihre Tochter zu identifizieren, musste ihre Mutter in die Schweiz reisen. Nach dem schweren Gang ins Aargauer Spital wendet sich die trauernde Mutter mit rührenden Worten an ihr totes Kind.

Boden weggebrochen

«Du warst schön. Kalt, aber unglaublich schön, genauso, wie ich dich immer gesehen habe», schreibt sie in einem emotionalen Abschiedsbrief, der der «Aargauer Zeitung» vorliegt. «Ich schreibe dir diese Worte mit einem Herz in Stücken, einem Herz, das für immer gebrochen ist, seit der Boden unter meinen Füssen weggebrochen ist», beginnt der Brief.

Maria hatte es nicht einfach in der Vergangenheit. Die Trennung ihrer Eltern und andere Herausforderungen machten ihr das Leben schwer, wie verschiedene Medien schreiben. Trotzdem war sie voller Lebensfreude, weiss ihre Mutter. «Du hast gesprüht vor Freude, du warst ein Vulkan voller Leben», schreibt sie in dem Brief weiter.

Entschuldigung für die Tochter

Noch immer habe sie die Nachrichten von Maria vor Augen, die sie ihr geschickt hatte. «Den Klang deiner Stimme und dein strahlendes Lächeln während unserer Videotelefonate.» Dass sie sich nicht mehr über das neue Glück ihrer Tochter habe freuen können, bereue sie nun. Es tue ihr leid, dass sie nicht ihre ganze Freude hat zeigen können, weil sie zu verschlossen war.

«Du hattest recht, und heute bitte ich dich mit Tränen in den Augen um Entschuldigung.» Abschliessend schreibt sie: «Ich trage dich in mir, mit jedem Herzschlag. Deine Mama.» Marias Leichnam soll nach Sant’Angelo in der italienischen Provinz Pescara überführt werden. Dies sei bereits organisiert worden, heisst es.

* Name bekannt 

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