Darum gehts
- Zeckenzeit startet, Peta warnt Hundebesitzer vor gefährlichen Krankheiten wie Babesiose
- Tödliche Babesiose kann Hunde bereits 10 Tage nach Zeckenstich befallen
- Peta rät zu Spot-on Präparaten und gründlicher Kontrolle nach Spaziergängen
Im Winter verkriechen sie sich tief ins Laub und warten darauf, dass die Sonne wieder scheint. Bei Wärme werden sie dann direkt aktiv — und blutdürstig.
Nicht nur wir freuen uns über den Frühling, sondern auch die Zecken. Wenn sich die Biester festsaugen, können sie gefährliche Krankheitserreger auf ihre Opfer übertragen. Für Hunde können diese Erreger schlimmstenfalls zum Tod führen.
«Hunde sollten nach jedem Spaziergang gründlich auf Zecken untersucht werden, denn nur wenn die Parasiten schnell entfernt werden, kann die Übertragung von mitunter lebensgefährlichen Krankheitserregern verhindert werden», wird Jana Hoger von der Tierschutzorganisation Peta in einer Medienmitteilung vom Donnerstag zitiert.
Und weiter: «Wer sich die Entfernung nicht selbst zutraut, sollte unbedingt eine tierärztliche Praxis aufsuchen und nicht unnötig Zeit verlieren. Ausserdem empfiehlt sich in der Zeckensaison eine regelmässige Prophylaxe, die den Hund vor einem Befall und daraus resultierenden Krankheiten schützen kann.»
Hundemalaria häufen sich
Als besonders gefährliche Erkrankung gilt die Babesiose, umgangssprachlich auch Hundemalaria genannt. Falls Hunde davon befallen sind, können sie bereits 10 Tage nach dem Stich sterben. Der durch einen Parasiten ausgelöste Infekt kommt in Mitteleuropa immer häufiger vor. Dies aufgrund der höheren Temperaturen, die als Folge der Klimaerwärmung auftreten.
Aber auch weitere durch Zecken übertragbare Krankheiten, wie FSME oder Borreliose, können für die geliebten Vierbeiner zu einer grossen Gefahr werden. Daher lohnt es sich, unbedingt die folgenden Punkte zu beachten.
Tipps: So schützt du dich wirksam vor Zecken
Es besteht auch die Gefahr einer Zeckenparalyse. Peta schreibt dazu: «Das Speichelsekret vieler Zecken enthält Nervengifte, die abhängig von der Zeckenart und der Stärke des Immunsystems des Hundes zu Lähmungen führen können.»
Vorbeugung vor Zeckenbefall
Peta empfiehlt während der Zeckensaison eine regelmässige Prophylaxe. Zeckenabwehrende Spot-on Präparate gibt es in verschiedenen Formen. Neben Ölen können auch Sprays benutzt werden. Aber Achtung! Die Präparate sind nur für Hunde gedacht und können anderen Tieren, etwa Katzen, Schaden zufügen.
Korrekte Entfernung
Falls man doch einmal mit einer festgebissenen Zecke konfrontiert wird, muss diese mit einer speziellen Zeckenzange korrekt entfernt werden. Wichtig dabei ist, dass der Zeckenkörper nicht gequetscht wird. Dies, da sich die Erreger in den Speicheldrüsen dadurch entleeren könnten. Peta empfiehlt, sich die Technik von einem Tierarzt erklären zu lassen. Wer sich nicht traut, eine Zecke selbst zu entfernen, solle zudem keine wertvolle Zeit verlieren und einen Tierarzt aufsuchen.