Darum gehts
- Meteo Schweiz stellt UV-Index-Prognose ab Ende 2026 ein.
- Grund: Veraltete Technik und Sparvorgaben des Bundes.
- Alternative: App SunSmart Global UV von UN-Organisationen empfohlen.
Für viele Menschen ist der UV-Index bei der täglichen Wahl der Kleidung ein entscheidender Faktor. Er zeigt auf, wie gross die Belastung durch ultraviolette Strahlung an einem bestimmten Ort ist. Langanhaltende und intensive UV-Bestrahlung kann laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG zu einer vorzeitigen Hautalterung und zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko führen.
In vielen Wetter-Apps gehört der UV-Index deshalb standardmässig zum Repertoire. So auch bei Meteo Schweiz, der Plattform des Bundesamtes für Meteorologie. Allerdings nicht mehr lange. Das Angebot wird auf Ende 2026 eingestellt, wie das Bundesamt auf Anfrage von «20 Minuten» bestätigt.
«Sparvorgaben des Bundes» als Begründung
Eine Sprecherin begründete das Ende der Prognose mit technischen und finanziellen Gründen. «Die heutige technische Lösung für die Publikation der UV-Index-Prognose ist veraltet und müsste erneuert werden», heisst es bei «20 Minuten» weiter. Für eine Modernisierung bräuchte das Bundesamt zusätzliche Mittel, die momentan nicht zur Verfügung stehen.
Auch die Publikation der gemessenen Werte könne man sich aktuell nicht mehr leisten. «Grund dafür sind die Sparvorgaben des Bundes.» Das Bundesamt müsse deshalb selektieren. Der UV-Index sei bei den Nutzerinnen und Nutzern etwa im Vergleich zu Regenradar deutlich weniger beliebt.
Als Alternative wird Meteo Schweiz auf seiner App in Zukunft auf externe Angebote verweisen, etwa die gemeinsam von verschiedenen UN-Organisationen entwickelte App SunSmart Global UV.