«Zu Einbrüchen und anderen Delikten rücke ich momentan viel seltener aus. Das Coronavirus hingegen beschäftigt mich fast jeden Tag.
Wir patrouillieren an geschlossenen Läden vorbei, durch fast leere Pärke – ein seltsames Gefühl.
Aber es freut mich, halten sich die meisten Leute an die Vorschriften. Die anderen zu bitten, diese einzuhalten, gehört zum Job.
Ich sage dann zum Beispiel: «Würden Sie bitte so nett sein und einen Abstand von zwei Metern einhalten – herzlichen Dank!»
Die meisten reagieren gut. Wir alle möchten ja, dass möglichst jeder gesund bleibt und wir so rasch wie möglich zur Normalität zurückkehren können.
Ich merke, unsere Arbeit wird momentan sehr geschätzt – das ist in unserem Beruf nicht alltäglich.
Aber klar, ich musste auch schon Bussen ausstellen, etwa wenn eine Gruppengrösse den Rahmen des Tolerierbaren sprengt.
Während der Patrouille befolgen wir Weisungen, die das Übertragungsrisiko minimieren. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Infektion nicht gänzlich ausgeschlossen ist, etwa bei Verhaftungen.
Polizistin zu sein, ist mit gewissen Risiken verbunden – und das wird mir jetzt wieder mehr bewusst.»
Hat der Coiffeur geschlossen, kriegen wir etwas unordentliche Frisuren; bleibt das Restaurant zu, fällt das feine Essen mit Freunden ins Wasser. Für die Unternehmer ist diese Situation schlimm, zumindest kurzfristig aber überleben wir diese Einschränkungen. In anderen Branchen ist Dichtmachen dagegen keine Option: Würden die Ärztinnen, Bauern oder Güselfrauen ihre Arbeit einstellen, hätten wir alle ein ernsthaftes Problem. Hier erzählen einige von ihnen, wie sie die Corona-Krise erleben. Camilla Alabor
Hat der Coiffeur geschlossen, kriegen wir etwas unordentliche Frisuren; bleibt das Restaurant zu, fällt das feine Essen mit Freunden ins Wasser. Für die Unternehmer ist diese Situation schlimm, zumindest kurzfristig aber überleben wir diese Einschränkungen. In anderen Branchen ist Dichtmachen dagegen keine Option: Würden die Ärztinnen, Bauern oder Güselfrauen ihre Arbeit einstellen, hätten wir alle ein ernsthaftes Problem. Hier erzählen einige von ihnen, wie sie die Corona-Krise erleben. Camilla Alabor