Schutz vor Datenklau
Immobilienplattformen kämpfen gegen Betrüger – mit Erfolg?

Die Wohnung ist zu gut, um wahr zu sein? Achtung! Möglicherweise handelt es sich um ein Fake-Inserat. Gegen die immer kreativeren Betrugsmaschen müssen Immobilienplattformen selbst vorgehen. Blick spricht darüber mit dem Mediensprecher der Marketplace Group AG.
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Der Mediensprecher der Swiss Marketplace Group, Sebastian Sinemus, gibt einen Einblick in das Sicherheitskonzept der Immobilienplattform.
Foto: Sebastian Sinemus zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Swiss Marketplace Group AG investiert Millionen in Sicherheit gegen falsche Wohnungsinserate
  • KI-Systeme erkennen verdächtige Inserate, Betrugsversuche wurden um 50 Prozent gesenkt
  • An Wochenenden besonders aktiv: Betrüger werden dank System oft gestoppt
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Immer öfter versuchen Betrüger, über falsche Wohnungsinserate an die sensiblen Daten ihrer Opfer zu kommen. Um das zu verhindern, unternimmt die Swiss Marketplace Group einiges. Blick spricht mit Mediensprecher Sebastian Sinemus (46) über die Sicherheitsvorkehrungen, welche auf ihren Immobilienplattformen getroffen wurden. 

Grundsätzlich hänge für die Firma alles an der Datensicherheit ihrer Nutzer, daher würden Millionenbeträge in das Sicherheitskonzept investiert. Mit Erfolg: «In Branchenvergleichen sind die Plattformen Flatfox, Homegate und ImmoScout24 Spitzenreiter in puncto Sicherheit», so Sinemus.

System setzt auf Zweispurigkeit

Ihr Konzept setzt dabei auf eine Mischung aus digitalen Lösungen, welche im Hintergrund laufen, sowie geschultem Personal, das auffällige Inserate sorgfältig überprüft. «Unter anderem mit KI-Systemen werden die Inserate sowohl im Einzelnen als auch im Gesamtvergleich auf bestimmte Muster kontrolliert.» Sobald Abnormalitäten erkannt werden, wird das Inserat «geflaggt». Darunter fallen etwa Wohnungen, die in umkämpften Wohngebieten zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden. 

Sobald ein verdächtiges Inserat vom System gesichtet wurde, wird es sofort offline genommen und von Personal auf Echtheit überprüft. Auch wenn diese Massnahme bereits den Grossteil aller Betrugsversuche verhindert, rutschen einzelne Fake-Inserate noch durch. «Selbstverständlich können auch Nutzer mithelfen», sagt der Mediensprecher.

Betrugsversuche kommen in Wellen

Unter jedem Inserat gibt es die Möglichkeit, dieses zu melden. Wenn ein Interessent bei einer Anzeige stutzig wird und die Funktion nutzt, wird das Inserat ebenfalls direkt offline genommen und vorerst von Experten begutachtet. «Dank unseres Sicherheitssystems ist es uns gelungen, die Anzahl der betrügerischen Inserate im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent zu senken», freut sich Sinemus.

Und das trotz des aktuellen Trends der Betrugsversuche. «Die Anzahl betrügerischer Aktivitäten vervielfacht sich ständig», dabei nehme nicht nur die Menge, sondern wegen der verwendeten KI auch die Qualität zu. Betrüger versuchen es in Wellen mit ihren Maschen. «Vor allem an Wochenenden oder Feiertagen, wenn sie denken, dass Firmen nicht wachsam sind.» Dem ist aber nicht so. Laut Sinemus läuft ihr Sicherheitssystem jederzeit auf Hochtouren.

Betrüger setzen auf Scham der Opfer

Immerhin: Auch viele Besucher der Plattformen wissen unterdessen über das Problem Bescheid und informieren sich im Zweifel vorerst beim Kundendienst. Generell seien Aufklärung und Prävention die wichtigsten Massnahmen, um Nutzer vor Betrug zu schützen.

Falls es trotz allem zu einem Betrug kommt, ruft der Mediensprecher dazu auf, sich an die Polizei zu wenden. «Die Betrüger setzten genau darauf, dass es den Opfern unangenehm ist, dass sie die Masche nicht erkannt haben.» Aber nur, wenn die Vorfälle gemeldet werden, kann die Polizei gegen die Täter aktiv vorgehen.

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