Bund warnt
Neue Betrugsmasche kursiert auf ricardo.ch

Wer auf Ricardo verkauft, ist im Fadenkreuz von Cyberkriminellen. Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt vor einer neuen Phishing-Masche, die gezielt Erstverkäufer ins Visier nimmt. Das musst du wissen.
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Cyberkriminelle haben es auf neue Ricardo-Verkäufer abgesehen. Der Bund warnt.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Cyberkriminelle greifen Neulinge auf Ricardo mit Fake-Mails an
  • Phishing-Websites klauen deine Twint-Daten und Passwörter
  • Bund warnt: Öffentliche Profildaten machen die Masche möglich
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Tobias BolzernRedaktor Digital

Die alte Kafimaschine steht seit drei Monaten im Estrich. Also ab auf Ricardo, für 40 Franken. Das Inserat ist kaum online, schon meldet sich ein Käufer. Aber Obacht: Was nach einem schnellen Deal aussieht, ist der Anfang eines Betrugs.

Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) und cybercrimepolice.ch warnen aktuell vor einer neuen Masche auf der beliebten Verkaufsplattform Ricardo: IT-Gangster nehmen gezielt Personen ins Visier, die zum ersten Mal einen Artikel anbieten.

Täuschende Fake-Mails

Der Trick ist raffiniert. Laut cybercrimepolice.ch stimmen die Betrüger zuerst über gefälschte oder kompromittierte Konten dem Kauf zu. Das löst einen regulären Verkaufsprozess auf Ricardo aus. Laut Bacs stellen sie sich in anderen Fällen als Interessenten vor und sammeln zuerst Informationen über Verkäufer. Doch der nächste Schritt ist immer derselbe: Eine gefälschte Mail im Ricardo-Look landet im Posteingang der Verkäufer und fordert zur Verifizierung des Kontos oder der Bankverbindung auf. Wer dem Link oder QR-Code folgt, landet auf einer Phishing-Website.

Dort wählen die Opfer ihr Finanzinstitut aus und geben ihre Twint-Nummer samt PIN ein. Wer das macht, gibt den Cyberkriminellen die Kontrolle über das eigene Twint-Konto. In einigen Fällen führt der Link stattdessen in einen Whatsapp-Chat, wo sich die Kriminellen als Ricardo-Support ausgeben und weiter Druck aufbauen.

So schützt du dich

Bacs und cybercrimepolice.ch raten zur Vorsicht:

  • Verkäuferinnen und Verkäufer, die nach dem Aufschalten eines Inserates eine unerwartete Mail erhalten, sollten keinen Link anklicken. Stattdessen direkt über die offizielle Ricardo-App oder Website einloggen, um so den Kontostatus zu prüfen.
  • Nachrichten, egal auf welchem Weg, die Zeitdruck erzeugen, sind ein Warnsignal.
  • Wer seine Daten schon eingegeben hat, sollte schnellstmöglich das Passwort ändern sowie Ricardo und das betroffene Finanzinstitut kontaktieren.
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