Bund warnt vor Falle
So schützt du dich vor dem Grabstein-Trick

Cyberkriminelle täuschen Liebesbeziehungen vor – und schicken ihren Opfern am Ende neu sogar ein Foto vom Grabstein des «Partners». Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt: KI macht die Masche erschreckend glaubwürdig.
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Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt aktuell vor einer neuen Variante des Romance Scams, auf Deutsch: Liebesbetrug.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Betrüger setzen KI-generierte Bilder ein, um Liebesbetrug realistischer zu machen
  • In einem aktuellen Fall simulierten sie einen Notfall, mitsamt Spitalbett und Grabstein
  • Der Bund rät: Sofort Kontakt abbrechen, wenn finanzielle Forderungen kommen
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Es ist ein trauriges Bild: Das Foto zeigt eine Person im Spitalbett, angeschlossen an Schläuche und Monitore. Auf dem Nachttisch steht eine Tasse mit dem Namen des Opfers. Das Bild ist gefälscht. Generiert von einer KI. Geschickt von einem Betrüger.

Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt aktuell vor einer neuen Variante des Romance Scams, auf Deutsch: Liebesbetrug. Cyberkriminelle erstellen in sozialen Medien und Partnerbörsen dafür fiktive Personen, um so emotionale Beziehungen aufzubauen. Neu setzen sie dafür auf KI-generierte Bilder, um ihre Lügen zu untermauern.

Grabstein als letzter Hebel

Der Ablauf des Scams bleibt gleich. Zuerst kommt eine harmlose Kontaktaufnahme. Dann regelmässiges Chatten, persönliche Fotos, scheinbare Intimität. Schritt für Schritt entsteht so eine emotionale Bindung, welche die Betrüger später ausnutzen. Dann starten Geldforderungen. Der angebliche «Partner» steckt plötzlich in der Klemme: Schulden, ein krankes Familienmitglied, ein medizinischer Notfall. Im aktuellen Fall, der vom Bacs beschrieben wird, schickte die Täterschaft KI-generierte Bilder aus dem Spital.

Besonders dreist: Im Verlauf des Chats verschlechterte sich der Gesundheitszustand des «Partners» immer weiter. Das Opfer zahlte, geholfen hat es nichts. Schliesslich kam die Nachricht vom Tod des «Partners». Als Beweis schickten die Betrüger im Fall, den der Bund schildert, eine Todesanzeige. Später sogar ein Foto des Grabsteins. Doch selbst damit war der Betrug nicht zu Ende: Die Täter versprachen, das Geld zurückzuüberweisen, gegen erneute Gebühren. Ein letzter Versuch, das Opfer abzuzocken.

Dieses Vorgehen markiere eine neue, besonders rücksichtslose Entwicklung, schreibt der Bund. «Das gezielte Ausnutzen von Emotionen wird mit modernen technischen Möglichkeiten wie Bildmanipulation mittels künstlicher Intelligenz kombiniert, um eine möglichst hohe Glaubwürdigkeit zu erzeugen.» Der Romance Scam gehört laut Bund zu den Betrugsformen mit den grössten Schadenssummen, neben Online-Anlagebetrug.

So schützt du dich

Das Bacs empfiehlt: Brich den Kontakt sofort ab, sobald jemand wiederholt Geld fordert, egal wie gross das aufgebaute Vertrauen auf dich wirkt. Wer einen finanziellen Schaden erlitten hat, soll Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Personen, die durch den Scam-Vorfall stark belastet sind, empfiehlt der Bund das Gespräch mit einer Vertrauensperson. Und die wichtigste Regel: Kein Geld an Personen schicken, die man noch nie persönlich getroffen hat.

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