Tram erfasst Fussgänger (†37), dann wird er von Auto erfasst
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Tragischer Unfall in Zürich:Tram schleudert Passanten (†37) vor ein Auto

Nach tödlichem Unfall mit 2er-Tram in Zürich
«Kein Mitleid» – Ex-Trampilotin schockt mit Herzlos-Aussage

Ein 37-jähriger Mann starb nach einer Kollision mit einem Tram und einem Auto. Auf Facebook schreibt eine ehemalige VBZ-Mitarbeiterin, dass sie «kein Mitleid» mit dem Opfer habe – und tritt eine Welle der Entrüstung los.
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Am Donnerstag kam es in Zürich zu einem schlimmen Verkehrsunfall.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 37-Jähriger stirbt am Donnerstag bei Tramunfall in Zürich
  • Ex-Trampilotin sorgt mit unempathischem Kommentar für Kritik
  • Seit 2025 mindestens fünf Tram-Tote in der Schweiz, zwei davon 2026
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Angela RosserJournalistin News

Die Nachricht, dass ein 37-jähriger Mann am Donnerstag nach einem verheerenden Unfall mit einem Tram und einem Auto verstorben ist, hat viele betroffen gemacht. Aber längst nicht alle.

Unter einem Video auf Facebook finden sich zahlreiche Kommentare, die den Angehörigen des Opfers ihr Mitgefühl aussprechen. Einige Kommentare hingegen sind weniger empathisch. Einer sticht besonders hervor. «Kein Mitleid! Augen auf im Strassenverkehr, besonders in Züri!», kommentiert Jana G.* und kassiert dafür mächtig Kritik.

Aussage stammt von früherer Trampilotin

«Abscheulich, empathielos» und «Was für eine Respektlosigkeit» – das sind nur einige Reaktionen von Usern auf den Kommentar. Was auffällt, sind Reaktionen, die suggerieren, dass Jana G. selbst für die VBZ im Tram-Cockpit sitzen könnte. «Sehr ungeschickt, als Trampilotin der VBZ sowas genau bei einem Unfall mit dem Kontext öffentlich zu verfassen», schreibt etwa ein User.

Der umstrittene Post.
Foto: Screenshot Blick

In weiteren Kommentaren bestätigt die Frau, dass sie selber Trampilotin ist beziehungsweise war. «Die Aussagen stammen nicht von einer aktuellen Mitarbeiterin der VBZ», erklären die VBZ auf Nachfrage von Blick.

«Wir distanzieren uns in aller Form»

«Wir bedauern den tragischen Unfall von gestern ausserordentlich. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen, denen wir unser tiefstes Beileid aussprechen, sowie bei allen involvierten Personen und Mitarbeitenden», schreibt Mediensprecher Reto Wilhelm. «Gleichzeitig distanzieren wir uns in aller Form von den auf Social Media einsehbaren Aussagen einer Privatperson, die sich auf diesen Unfall beziehen und angesichts des tragischen Ereignisses völlig deplatziert sind.»

Dass sich Mitarbeitende der VBZ in den Medien äussern, komme sehr selten vor, schreibt das VBZ-Medienteam ergänzend. «Falls das vorkommen würde, würden wir das persönliche Gespräch suchen», heisst es abschliessend.

Verantwortungsloses Verhalten

Mit der Kritik auf ihre harten Worte konfrontiert, nimmt auch Jana G. Stellung und bestätigt, dass sie einige Jahre bei den VBZ gearbeitet habe. Ihre Wortwahl bereut sie jedoch nicht. «Als ehemalige und erfahrene Trampilotin habe ich viele solche Situationen miterlebt. Es ist extrem erschreckend, wie verantwortungslos die Menschen sich in Zürich verhalten.»

Die Leute seien unaufmerksam, und wenn dann etwas passiere, werde der Trampilot oder die Trampilotin beschuldigt und beschimpft – und, wie jetzt auch sie, wegen dieses Kommentars «aufs Übelste persönlich angegriffen und schikaniert». Es sei schade, dass es zu solchen Unfällen komme, sagt sie. Meist seien jedoch «die Betroffenen leider selber schuld». Als Gründe nennt Jana G. etwa Ablenkung durchs Handy oder Kopfhörer im Ohr.

«Am Schluss wird die Schuld dem Trampiloten in die Schuhe geschoben», sagt sie. Viele der Mitarbeitenden, die so etwas erleben mussten, seien danach oft nicht mehr arbeitsfähig. «Oft haben jene ein Leben lang zu kämpfen.»

«Ich habe meine Meinung dazu geäussert»

Dass solche tragischen Ereignisse schlimme Folgen für die Person im Führerstand haben, ist nicht von der Hand zu weisen. Dem widerspricht in den Kommentaren auch niemand. Trotzdem wird Jana G. für ihre fehlende Anteilnahme an dem Schmerz der Angehörigen des Verstorbenen heftig kritisiert.

Einsicht oder Reue, solch harte Worte gewählt zu haben, zeigt Jana G. nicht. «Ich habe meine Meinung dazu geäussert, und wer diesen Job nicht macht, muss sich auch keine Meinung darüber bilden. Ich erkläre diesen Leuten auch nicht, wie sie ihren Job machen sollen», sagt sie.

Seit Anfang 2025 sind in der Schweiz mindestens fünf Menschen bei Unfällen mit Trams ums Leben gekommen – zwei davon in diesem Jahr. Im Jahr 2024 waren es alleine in Zürich sechs Menschen, die infolge eines Tramunfalls starben.

* Name geändert 

Heiss diskutiert
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