Video zeigt die kaputten Fahrzeuge
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Unfall bei Härkingen SO:Video zeigt die kaputten Fahrzeuge

Leart Haliti (30) trauert um seinen Vater Fadil Haliti (†50), der auf der A1 bei Gunzgen SO starb
«Er war so ein aufgestellter und liebevoller Vater»

Auf gewissen Autobahnen in der Schweiz gibt es praktisch jeden Tag Stau – und auch Unfälle. So musste am Freitag auf der A1 bei Gunzgen SO ein 50-jähriger Lieferwagenfahrer sein Leben lassen. Jetzt konnte Blick mit dem Sohn des Verstorbenen sprechen.
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Leart Haliti (vorne) mit seinem Vater Fadil Haliti (†50), der gerne Motorrad fuhr.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schwerer Unfall auf der A1 bei Gunzgen SO: Ein Toter, sechs Verletzte
  • Autobahn in beide Richtungen gesperrt, massive Verkehrsbehinderungen
  • Opfer ist Fadil Haliti (†50) aus dem Kanton Zürich, seine Familie ist tief betroffen
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Ralph DonghiReporter News

Die Autobahn A1 zwischen Härkingen SO und Luterbach SO kommt immer wieder negativ in die Schlagzeilen. Denn: Stau ist auf dieser Strecke an der Tagesordnung – und es geschehen auch immer wieder Unfälle. So auch letzten Freitag, als bei einem schweren Unfall auf der Höhe Gunzgen SO sechs Personen verletzt wurden und ein Lieferwagenfahrer starb.

Jetzt zeigen Recherchen von Blick: Beim verstorbenen Mann handelt es sich um Fadil Haliti (†50) aus dem Kanton Zürich. «Es ist ganz schlimm, was passiert ist», sagt sein Sohn Leart Haliti (30) betroffen zu Blick. «Die Trauer um meinen Vater ist riesengross.» Auch der Arbeitgeber und Arbeitskollegen von Fadil Haliti hatten ihre Anteilnahme öffentlich bekundet.

«Mein Vater stand mitten im Leben»

Besonders tragisch: «Mein Vater stand mitten im Leben und liebte seinen Job als Chauffeur», sagt Leart Haliti. Doch genau bei dieser Tätigkeit, in der Führerkabine auf der Strasse, musste der 50-Jährige sein Leben lassen. Die Familie hat zugestimmt, dass Blick das Klarbild des Verstorbenen zeigt. 

Es ist kurz vor 5 Uhr, als am Freitag bei der Kantonspolizei Solothurn der Alarm einging. Unfall auf der A1 Richtung Bern! Vier Fahrzeuge sind kurz vor der Raststätte Gunzgen Nord involviert. Sechs Personen werden verletzt und müssen mit dem Rettungshelikopter und Ambulanzfahrzeugen in Spitäler gebracht werden.

Für Fadil Haliti kommt jede Hilfe zu spät: Er stirbt noch auf der A1. Aufgrund des schweren Unfalls muss die Autobahn kurzzeitig in beide Richtungen gesperrt werden. Es gibt massive Verkehrsbehinderungen. Schrecklich: Viele Autofahrerinnen und Autofahrer müssen an der Unfallstelle vorbeifahren. Leart Haliti: «Als die Nachricht von seinem Tod kam, konnten wir es fast nicht glauben.»

Er hinterlässt Frau, drei Kinder und drei Enkelkinder

Fadil Haliti hinterlässt eine Ehefrau, drei Kinder und drei Enkelkinder. «Er hatte es mit uns allen gut. Wir vermissen ihn jetzt schon», sagt Leart Haliti. In seiner Freizeit sei sein Vater gerne Motorrad gefahren. Früher habe er auf seinem Balkon Tauben gepflegt. «Er war so ein aufgestellter und liebevoller Vater.»

«Wir wissen bis heute noch nicht, was genau passiert ist», sagt der Sohn des verstorbenen Lieferwagenfahrers weiter. So oder so wünscht er sich: «Dass die Verkehrsteilnehmer bitte acht geben aufeinander, und dass es nie wieder zu so einem Vorfall kommt. Das wünsche ich keinem auf dieser Welt.»

Keine Neuigkeiten von der Staatsanwaltschaft

Wie ist es denn nun genau zum Unfall gekommen? Die Solothurner Staatsanwaltschaft erklärt auf Anfrage von Blick: «Die Unfallursache, der Unfallhergang und die näheren Umstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Aus Rücksicht darauf können derzeit keine Neuigkeiten kommuniziert werden.»

Leart Haliti ist mit allen anderen Angehörigen gerade im Kosovo. Sein Vater wurde am Sonntag im Heimatland zur letzten Ruhe gebettet. «Es waren ganz viele Menschen da, die sich von ihm verabschiedet haben», sagt er. Und: «Wir werden ihn alle für immer in unseren Herzen tragen!»

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