Schlauchboot-Unfall im Aargau
«Wir geben alles, um den Bub zu finden!»

Am Samstagnachmittag kenterte auf der Reuss bei Mühlau ein Schlauchboot, in dem sich zwei Erwachsene und zwei Kinder befanden. Dabei verschwand ein Kind, das bis jetzt nicht aufgefunden werden konnte.
1/2
Die Reuss bei Mühlau AG.
Foto: Google Street View

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schlauchboot mit Familie kenterte am Samstag auf Reuss bei Mühlau AG
  • Bub (5) wird nach Kollision mit Baum weiterhin vermisst
  • Über 10 Rettungsteams und Drohnen suchten stundenlang ohne Erfolg

Der Unfall ereignete sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Aargau am Samstagnachmittag, um kurz vor 14 Uhr. Das Schlauchboot, in dem eine Familie aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren sass, kollidierte mit einem im Fluss liegenden Baum und kenterte daraufhin. Die Eltern sowie das siebenjährige Mädchen konnten sich an Land retten. Der fünfjährige Bub wird vermisst.

Mehrere Stunden lang wurde im Wasser, aus der Luft sowie vom Ufer aus nach dem Knaben gesucht. «Leider konnte dieser noch nicht gefunden werden», hält die Kantonspolizei Aargau am Sonntagmorgen fest.

Kapo-Sprecher: «Wir geben alles»

Dominic Zimmerli, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, gibt Blick am Sonntagvormittag ein Update zur Suche. «Bis jetzt haben wir den Bub leider noch nicht finden können. Die Suchmassnahmen gehen heute aber weiter.» Man habe am Samstag bis in die Abendstunden hinein gesucht.

«Wir suchen jetzt nochmal das Flussgebiet ab», erläutert Zimmerli zu den weiteren Suchmassnahmen. «Wir geben alles, um den Bub zu finden!»

Grossaufgebot im Einsatz

Beim Bub handle es sich um einen Schweizer, der eine Schwimmweste angehabt haben soll. Aufgrund der Strömung könne es aber auch sein, dass der Bub die Weste im Wasser verloren habe. Die Eltern werden aktuell psychologisch betreut.

«Fliessende Gewässer haben immer eine gewisse Gefahr», erklärt Zimmerli weiter. Spezielle Warnungen seitens der Polizei habe es am Samstag aber nicht gegeben. Der Kapo-Sprecher mahnt besonders bei starken Strömungen zur Vorsicht.

An der Suche waren bislang zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte beteiligt: Diverse Patrouillen der Regionalpolizeien Wohlen, Muri und Bremgarten sowie der Kantonspolizei Aargau, ein Rettungshelikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht, mehrere Drohnen der Polizei, die Flussrettungsgruppe der Regionalpolizei Brugg mit einem Boot, die Gewässerpolizei und Unfallgruppe der Kantonspolizei Aargau, Polizeitaucher der Kantonspolizei Zürich, eine Ambulanz, das Careteam des Kantons Aargau, die Feuerwehr Mühlau sowie ein Boot des Flusskraftwerks Bremgarten.

Heiss diskutiert
    Meistgelesen