Lucy (14) hat inoperablen Hirntumor
Kopfschmerzen in den Sommerferien waren Krebs im Endstadium

Eine unerwartete Krebsdiagnose reisst die Familie von Andrea F. aus ihrem Alltag. Da ihre Tochter bereits Lähmungserscheinungen hat, müssen sie dringend in eine barrierefreie Wohnung umziehen. Um das möglich zu machen, startete die Mutter einen Spendenaufruf.
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Lucy leidet unter einem inoperablen Gehirnstamm-Tumor.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bei Lucy (14) wurde am 4. September ein Hirnstamm-Tumor diagnostiziert
  • Die Familie kämpft mit finanziellen Problemen, Wohnung nicht barrierefrei
  • 4000 Franken fehlen noch zum Spendenziel auf Gofundme für Lucys Behandlung
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Andrea F.* (43) hält sich nach einem Schicksalsschlag mit aller Kraft an der Zukunft fest. An Plänen, die sie gemeinsam mit ihrer Tochter Lucy* (14) geschmiedet hat. Dazu gehört der Besuch eines Wrestling-Kampfs im kommenden Jahr und Familienferien an der Ostsee. Gleichzeitig weckt der Gedanke an die Zukunft eine immense Angst in ihr. Denn seitdem bei Lucy am 4. September Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde, ist nichts mehr gewiss.

Im Gespräch mit Blick erzählt die Aargauerin, dass sie seit dem unerwarteten Befund unter Schock steht. «Als Mutter rechnet man niemals mit so etwas. Ich habe viel geweint», sagt Andrea F., die 2016 mit ihrer Familie nach Deutschland ausgewandert ist. Die ersten Symptome zeigten sich bei Lucy am Ende der Sommerferien. «Auf einmal hatte sie unglaubliche Kopfschmerzen, gegen die auch Medikamente nicht helfen konnten», erinnert sich die Mutter.

«Bei der Diagnose blieb die Welt für mich stehen»

Als diese nicht nachlassen, suchen sie einen Arzt auf. «Er überwies meine Tochter umgehend an einen Neurologen, der viele Untersuchungen an ihr durchgeführt hat.» Dann sei alles schnell gegangen, nach wenigen Tagen ist klar: Lucy leidet an einem inoperablen Hirnstamm-Tumor. «Bei der Diagnose blieb die Welt für mich stehen», sagt die Mutter, die neben Lucy auch noch eine eineinhalbjährige Tochter hat.

Werden Krebserkrankungen erst in einem späten Stadium entdeckt, nehmen die gesundheitlichen Folgen nach dem Ausbruch oft rasant zu. Wie Andrea F. erzählt, hat ihre Tochter bereits mit starken Lähmungserscheinungen auf der rechten Körperhälfte zu kämpfen. «An manchen Tagen kann sie mit Krücken laufen, aber meistens ist sie auf ihren Rollstuhl angewiesen.» Das schmerzt die Mutter sehr. «Meine Tochter war immer viel mit ihren Freundinnen unterwegs. Wie ein typischer Teenager liebte sie es, shoppen zu gehen.» Daneben begeistert sich Lucy für Wrestling und hat ein grosses Herz für Tiere.

«Meine Tochter ist unglaublich stark und lebensfroh»

Durch die Einschränkungen, die mit der Krankheit einhergehen, steht die Familie auch vor weiteren existenziellen Problemen. Aktuell ist Andrea F. mit ihren beiden Töchtern, Katze, Hund und ihrem Freund in einer Wohnung in Bernau bei Berlin zu Hause. «Wir wohnen im vierten Stock, und die Wohnung ist nicht barrierefrei», erklärt sie. «Wir müssen dringend umziehen, uns um Lucy und ihre Behandlung kümmern, aber wir haben finanzielle Schwierigkeiten.» Daher startete sie einen Aufruf auf Gofundme – bis zu ihrem Spendenziel fehlen derzeit noch knapp 4000 Franken.

Trotz aller Schwierigkeiten geht es für die Familie weiter. Aktuell erholt sich Lucy gerade von ihrer ersten Chemobehandlung. «Meine Tochter ist unglaublich stark und lebensfroh. Humorvoll, wie sie ist, hat sie ihrem Tumor den Namen Peter gegeben», sagt die Mama stolz. Bereits in sechs Wochen steht der erste Kontrolltermin an. «Wir hoffen natürlich, dass der Krebs zurückgeht. Wer weiss, vielleicht geschieht ein Wunder, man kann es einfach nicht wissen.»

* Namen bekannt

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