Darum gehts
- Zwei junge Männer sterben bei Unfall auf der Flüelastrasse bei Davos
- Unfall bei Firmenjubiläum: Trike kollidiert mit Motorrad, Ursache unklar
- Kantonspolizei sucht Zeugen, Beerdigung am 10. September in Davos Monstein
Davos und die Umgebung trauern um zwei junge Männer und zittern um das Leben einer jungen Frau. Sie verunfallten am 29. August auf der Flüelastrasse auf der Höhe von Bedra. Jetzt, eine Woche später, ist klar geworden, wie unglaublich tragisch die ganze Geschichte ist.
Das Davoser Familienunternehmen Heldstab veröffentlichte auf seiner Homepage und in den sozialen Medien die traurigen Hintergründe. Was als Freudenfest zum 50-Jahr-Firmenjubiläum begann, endete für das Unternehmen in einer menschlichen Katastrophe.
«Wir haben unseren Sohn verloren»
Das Landtechnik- und Motorgeräte-Unternehmen teilte mit: «Wir haben Andri, unseren Lehrling und geschätzten Teil unseres Teams, sowie Ryan, unseren Sohn und Teil unserer Heldstab-Familie, bei einem tragischen Verkehrsunfall im Zusammenhang mit unserem 50-Jahre-Jubiläum verloren.»
Bisher war aus der Polizeimitteilung nur bekannt, dass ein Dreirad-Motorfahrzeug mit zwei 18-jährigen Männern von Davos in Richtung Flüelapass unterwegs war. Auf der Höhe von Bedra geriet das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einer entgegenkommenden 55-jährigen Motorradfahrerin.
Der Beifahrer (†18) des Dreirad-Fahrzeuges verstarb noch auf der Unfallstelle. Der Lenker des Fahrzeuges und die Motorradlenkerin wurden schwer verletzt. Am Mittwoch, vier Tage nach dem Unfall, starb auch der zweite junge Mann (†18).
Schmerzliches Erlebnis
Beim Beifahrer handelte es sich um den Lehrling Andri G.* Das Trike gesteuert hatte Familienmitglied Ryan H.* Wie aus der Nachricht der Unternehmerfamilie weiter hervorgeht, sind alle untröstlich. «Was eigentlich ein besonderer und freudiger Moment in der Geschichte unserer Firma sein sollte, wurde für unsere Familien und unser gesamtes Team zu einem unfassbaren und schmerzlichen Erlebnis, das unser Leben für immer verändert hat.» Zwei junge Menschen, die mitten im Leben standen, fehlten plötzlich – als Söhne, Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen und als Teil der Firmen-Familie. «In unseren Herzen lebt ihr weiter», heisst es im Text.
Spuren sind noch immer sichtbar
Vor Ort sind auch eine Woche nach dem Unfall die markierten Unfallspuren noch deutlich zu sehen. In einer Rechtskurve mit leichter Steigung geriet offenbar das rechte Rad des Trikes über den Fahrbahnrand. Danach ziehen sich die Spuren quer über die Strasse auf die Gegenfahrbahn und bis zu einer Steinmauer. Hier kam es offenbar zur Kollision mit der talwärts fahrenden Motorradfahrerin (55).
Wie es zum Kontrollverlust über das Trike kam, ist weiterhin unklar. Die Kantonspolizei Graubünden sucht jedenfalls noch immer dringend nach Zeugen.
Die Familie von Andri G. nimmt am kommenden Donnerstag in der Kirche seiner Wohngemeinde Davos Monstein Abschied. In den sozialen Medien drücken Hunderte Menschen ihr Beileid aus. Die Davoser wünschen den Angehörigen viel Kraft und hoffen, dass sich das beliebte Motorgeräte-Unternehmen von diesem schweren Schicksalsschlag erholen kann.
*Namen bekannt