Drohnenbilder zeigen Ausmass der Trockenheit
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Tiefster Pegel seit 1930:Drohnenbilder zeigen Ausmass der Trockenheit

Meteorologen sehen klare Tendenz
Folgt auf den Hitzesommer ein heisser Herbst?

Laut einer Langzeitprognose von Meteo Schweiz werden die kommenden Monate fast sicher wärmer als sonst. Ein überdurchschnittlich kühler Herbst ist nahezu ausgeschlossen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe.
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Meteo Schweiz wagt eine Saisonprognose für August bis Oktober.
Foto: Zamir Loshi
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Fabian EberhardStv. Chefredaktor SonntagsBlick

Der wohl heisseste Sommer seit Messbeginn hat der Schweiz diese Woche noch einmal richtig eingeheizt. Jetzt setzt er zum Schlussspurt an, und für die Meteorologinnen und Meteorologen des Bundes ist es Zeit, um auf den Herbstbeginn zu blicken. 

Die neue Saisonprognose von Meteo Schweiz, eine Spezialvorhersage mit modernsten technischen Mitteln, zeigt: Die Monate August bis Oktober werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wärmer als sonst.

80 Prozent Wahrscheinlichkeit

Die Deutschschweiz kann im Schnitt mit Temperaturen über 15 Grad rechnen. Für die Westschweiz prognostiziert der Wetterdienst eine Durchschnittstemperatur von mehr als 16 Grad, die Sonnenstube Tessin kann sich gar auf über 18 Grad freuen.

Die Tendenz zu überdurchschnittlich warmen Temperaturen für die drei Monate ist so klar wie selten. Meteo Schweiz gibt in ihrer Prognose an, dass das Szenario mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 80 Prozent eintreffen wird. Die Chance, dass es kälter wird als im langjährigen Mittel, liegt hingegen bei unter 5 Prozent.

Mit Langfristprognosen ist es so eine Sache. Seit Jahren wird intensiv daran geforscht, und sie werden immer besser. Genaue Vorhersagen bleiben aber unmöglich. Mit klimatischen Modellberechnungen von Daten von global verteilten Meeresbojen, Flugzeugen und Bodenstationen können mittlerweile aber relativ gut Tendenzen abgeschätzt werden.

Zwei Haupttreiber für warmen Herbst

Christoph Spirig von Meteo Schweiz bestätigt die «aussergewöhnlich hohe Wahrscheinlichkeit» für überdurchschnittliche Herbsttemperaturen. Gleichzeitig mahnt er vor falschen Schlüssen: «Das heisst nicht, dass auch die Wahrscheinlichkeit für extrem hohe Temperaturen hoch ist.» Zudem seien mehrtägige Kälteperioden nach wie vor möglich.

Spirig sieht zwei Haupttreiber für die erwarteten überdurchschnittlichen Temperaturen in den nächsten Monaten: die Klimaerwärmung und das Phänomen El Niño. Aufgrund der Klimaerwärmung sei es seit Jahren jeweils «fast sicher», dass die Temperaturen im Vergleich zu den Jahren 1991–2020 überdurchschnittlich warm ausfallen.

El Niño heizt den Globus auf

In diesem Jahr kommt ein starker El Niño hinzu. Das natürliche Klimaphänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und macht sich vor allem durch eine ausgeprägte Erwärmung des Pazifiks entlang des Äquators bemerkbar. Dadurch steigen die Temperaturen global. «In der aktuellen Saisonprognose widerspiegeln sich die zu erwartenden Auswirkungen von El Niño», sagt Spirig.

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