Akhzet warnt vor Heirat mit Schweizer Albanerinnen
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Tiktok:Akhzet warnt vor Heirat mit Schweizer Albanerinnen

Landsmann warnt auf Tiktok
«Heiratet niemals eine Albanerin aus der Schweiz!»

Ein Tiktok-Video sorgt für Diskussionen. Schweizer Albanerinnen gelten bei Landsleuten im Ausland als schwierig. Klischees und Vorurteile prägen das Bild der 300'000 Menschen mit albanischen Wurzeln in der Schweiz.
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Ein albanischer Tiktoker warnt seine Landsleute in der Diaspora davor, Albanerinnen aus der Schweiz zu heiraten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tiktoker warnt vor Beziehungen mit Albanerinnen aus der Schweiz
  • Rund 300'000 Menschen in der Schweiz haben albanische Wurzeln
  • Jede dritte Hochzeit in der Schweiz ist gemischt national
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Mattia JutzelerRedaktor News

Die Menschen in der Schweiz sind reich, ordentlich, streng und manchmal auch etwas geizig. Diese Vorurteile gegen die Bevölkerung der Eidgenossenschaft sind im Ausland weit verbreitet. Die Klischees scheinen aber tatsächlich nicht nur Schweizer «Bünzli» ohne Migrationshintergrund zu belasten. Auch Menschen, die hierzulande leben, aber ihre Wurzeln im Ausland haben, müssen sich mit Vorbehalten herumschlagen.

So warnt zum Beispiel der Tiktoker Akhzet in einem neuen Video auf seinem Account eindringlich davor, mit Albanerinnen aus der Schweiz eine Beziehung einzugehen. «An alle meine albanischen Brüder», meinte der junge Mann, «wenn ihr nicht in der Schweiz lebt und ihr wollt eine Albanerin aus der Schweiz heiraten, tut es nicht!» Er spreche hier vor allem Albaner aus Deutschland und Österreich an, so der Tiktoker. «Du kriegst eine Albanerin in die Schweiz, aber du kriegst eine Albanerin niemals aus der Schweiz!»

Protzig und angeberisch

In der Schweiz leben rund 300'000 Menschen mit albanischen Wurzeln. Warum die Landsleute aus dem Ausland genau von Frauen aus dieser Bevölkerungsgruppe die Finger lassen sollen, erklärt Akhzet in seinem Video nicht.

Klar ist: Wegen des vergleichsweise hohen Lebensstandards in der Schweiz kämpfen Albanerinnen und Albaner in ihren Heimatländern tatsächlich mit Vorurteilen. Laut SRF hält man sie beispielsweise für protzig und etwas angeberisch, da sie etwa während der Sommerferien gerne mit teuren Autos mit Schweizer Kennzeichen in die Heimat fahren.

Vor einer Woche sorgte etwa ein weisser BMW mit Luzerner Autonummer im Kosovo mit einem waghalsigen Fahrmanöver für Empörung.

Albanische Gemeinschaft gilt als stark vernetzt

Wenn man Akhzet glaubt, scheinen die Albanerinnen und Albaner aus der Schweiz aber auch in der eigenen Diaspora einen schlechten Ruf zu haben. Ob das tatsächlich stimmt, bleibt offen. Es gibt aber Anhaltspunkte dafür. Eine Studie der Universität München kommt etwa zum Schluss, dass die albanische Gemeinschaft in der Schweiz als besonders eng vernetzt gilt.

Dies liege daran, dass eine Mehrheit der Menschen mit albanischen Wurzeln eng beieinander in urbanen Zentren lebt. In Deutschland beispielsweise sei die albanische Gemeinschaft im Vergleich viel weiter verstreut. Vielleicht ist das ein Grund, warum Albanerinnen aus der Schweiz für Landsleute aus dem Ausland als unnahbar gelten.

Abgesehen von allen Klischees ist es aber Tatsache, dass mittlerweile viele Menschen in der Schweiz eine Person aus dem Ausland heiraten. Daten vom Bundesamt für Statistik zeigen, dass etwa jede dritte Hochzeit hierzulande eine gemischtnationale Ehe ist. Und auch in den Kommentaren unter Akhzets Video zeigen die Userinnen und User viel Verständnis dafür, lieber in der Schweiz als in Deutschland oder Österreich leben zu wollen.

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