Kollision unter Drogeneinfluss
Heroin-Fahrer vom Wallis kommt mit Busse davon

Er stand unter Drogen und krachte frontal in ein entgegenkommendes Auto. Die Insassen verletzten sich schwer und mussten monatelang behandelt werden. Trotzdem kommt der 59-jährige Drogen-Fahrer mit einer Busse davon.
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Im April 2025 fuhr ein Deutscher unter Drogeneinfluss durch den Kanton Wallis. Dabei kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden Auto. (Symbolbild)
Foto: IMAGO/Silas Stein

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 59-jähriger Deutscher verursacht 2025 im Wallis Unfall unter Drogeneinfluss
  • Schwerverletztes Ehepaar: Frau mit lebensbedrohlichen Verletzungen, Mann mehrfach operiert
  • 24'300 CHF Geldstrafe, 2000 CHF Entschädigung, Haftstrafe nicht ausgeschöpft
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Mattia JutzelerRedaktor News

Kokain, Morphin und Heroin. Das sind nur einige der Substanzen, die der 59-jährige Deutsche bei seiner Horrorfahrt im Kanton Wallis im Blut hatte. Im April 2025 war er mit seinem Geländewagen von Oberwald in Richtung Brig unterwegs.

Der Mann war offensichtlich nicht in einem fahrfähigen Zustand. Er fuhr in Schlangenlinien, ignorierte regelmässig die Mittellinie und touchierte mehrmals den rechten Strassenrand, wie das Portal Pomona berichtet. Zwischen Selkingen und Blitzingen krachte er schliesslich frontal in ein entgegenkommendes Auto.

Lebensbedrohliche Verletzungen

Die Insassen des zweiten Autos, ein Ehepaar aus dem Kanton Solothurn, kamen nur knapp mit dem Leben davon. Insbesondere die Beifahrerin traf es schwer. Sie erlitt mehrere Brüche an der Wirbelsäule, viele gebrochene Rippen mit einem Lungenkollaps sowie lebensbedrohliche innere Blutungen.

Vier Monate lang musste sie in mehreren Kliniken behandelt und dreimal operiert werden. Der Fahrer brach sich unter anderem das Schlüsselbein und den Fuss. Auch er war lange im Spital und muss sich in Zukunft noch weiteren Operationen unterziehen. Beide leiden bis heute massiv unter den physischen und psychischen Spätfolgen des Horrorunfalls.

Geldstrafe ohne Gefängnis

Blut- und Urinproben nach dem Unfall enthüllten den Drogen-Cocktail im Blut des Autofahrers. Die Staatsanwaltschaft Oberwallis hat den 59-Jährigen nun wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung, Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie der einfachen und groben Verletzung von Verkehrsregeln verurteilt.

Neben den Verfahrenskosten muss er eine bedingte Geldstrafe von insgesamt 24'300 Franken bezahlen. Dem verletzten Ehepaar schuldet er ausserdem eine Parteientschädigung von 2000 Franken. Das Urteil ist rechtskräftig. 

Laut Schweizer Gesetz wäre für den Drogenfahrer eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren infrage gekommen, schreibt Pomona weiter. Das Strafmass schöpft den möglichen Rahmen also nicht aus.

Knast nach Drogenfahrt

Wegen einer Drogenfahrt in den Knast musste beispielsweise ein 31‑jähriger Schweizer. Im November 2024 fuhr er mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde von Zürich in Richtung Bern. In seinem Blut wurde neben Alkohol auch Kokain nachgewiesen.

Das Bezirksgericht Dietikon verurteilte ihn zu einem Jahr Gefängnis und einer Busse von knapp 25'000 Franken. Das berichtete die «Aargauer Zeitung». Verletzt wurde bei dieser Drogenfahrt jedoch niemand.

Raserfahrt unter Drogeneinfluss

Fast 100 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs war im September 2020 ein 33-jähriger Schweizer. Er raste mit 144 auf dem Tachometer durch eine 50er-Zone in der Stadt Bern. Auch bei diesem Autofahrer fiel ein Drogenschnelltest positiv aus. Dem Mann wurde der Führerausweis abgenommen, und sein Auto wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Unter Drogen in Polizeiauto gekracht

Keine Verletzten, aber einen hohen Sachschaden gab es bei einem Drogen-Unfall im Kanton Luzern. Bei einer Auffahrkollision krachte ein Auto gegen das Heck eines Polizeifahrzeuges. Der Patrouillenwagen hatte zuvor angehalten, um einen Fussgänger die Strasse überqueren zu lassen.

Ein beim Autofahrer durchgeführter Drogenschnelltest fiel positiv aus. Er musste sich einer Blut- und Urinprobe unterziehen. Der Führerausweis des 42-jährigen Autofahrers wurde gesperrt.

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