Kollege, Wolf, Lama
Jäger verwechselt Ziel – auch diese Fälle endeten im Drama

Ein Bündner Jäger hielt ein Pferd für einen Hirsch und schoss es am Sonntagmorgen ab. Der tragische Fehler kostete ihn sein Jagdpatent. Solche Fehlschüsse sind keine Seltenheit.
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Jägern gerät leider immer wieder ein falsches Objekt vors Visier – und auch vors Gewehr.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bündner Jäger erschiesst versehentlich Pferd bei Jagd und meldet den Vorfall selbst
  • Jagdirrtümer sind keine Seltenheit: Lama, Wolf und Menschen werden getroffen
  • Fehlschüsse endeten teils auch tödlich für Menschen
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Seit wenigen Tagen erst ist die Jagdsaison im Kanton Graubünden eröffnet. Am frühen Sonntagmorgen erlegt ein Bündner Jäger versehentlich ein Pferd. Als er feststellt, dass es sich bei dem erlegten Tier nicht um einen Hirsch handelt, meldet er sich bei der Wildhut. Das Jagdpatent wird dem geständigen Jäger entzogen.

Was wie ein skurriler Einzelfall klingt, ist gar nicht mal so selten. Blick zeigt auf, wie oft Jäger schon das falsche Ziel anvisiert haben – und welche verheerenden Folgen das haben kann. 

1

Surselva GR: Jäger erschiesst irrtümlicherweise einen Wolf

Im Januar dieses Jahres war ein Jäger im Kanton Graubünden auf Passjagd – eine Jagd, die vorgesehen ist für Füchse und Dachse. Doch vors Visier des Jägers geriet ein junger Wolf. Der Jäger meldete den versehentlichen Schuss, der für den Wolf tödlich endete, dem Jagdamt. In der Folge wurde die Regulation des Wolfsrudels frühzeitig eingestellt.

2

Muotatal SZ: Jäger erschiesst Lama

Ein friedlich weidendes Lama begegnet einem Jäger – mit tödlichen Folgen für das Tier. Im September 2021 ist ein Jäger zwischen Stahli und Suteren im Muotatal unterwegs, als er einen Schuss auf das Lama abfeuert. Die Tiere werden dort als Schutz vor Wölfen gehalten und begleiten die Schafherde, mit der sie gemeinsam weiden.

Auf eine Anzeige wird verzichtet. Dennoch müssen Vorfälle dieser Art der Staatsanwaltschaft gemeldet werden.

3

Lughina GR: Jäger schiesst am Hirsch vorbei und trifft Kollegen

Im September 2022 ereignete sich im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien ein tragischer Fehlschuss. Ein Jäger verfehlt den Hirsch vor seinem Gewehr und schiesst auf seinen Kollegen.

Dieser wird mit der Rettungsflugwacht schwer verletzt ins Spital gebracht. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. 

4

Westerwald (D): tödlicher Schuss im Maisfeld

Fatal endete vor wenigen Tagen ein Fehlschuss bei einer Jagd in Deutschland. Ein Jäger gab einen Schuss ab und traf dabei seinen Jagdkollegen, der in seinem Hochsitz sass, am Kopf. 

Der Mann erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

5

Alburni (I): Jäger verwechselt Vater mit Wildschwein und erschiesst ihn

2019 kommt es in Italien, nahe Salerno, zu einem tragischen Familienunglück. Ein Vater und sein Sohn sind gemeinsam auf Wildschweinjagd. Obwohl die Jagd auf Wildschweine in diesem Gebiet verboten ist, brechen die beiden in der Dämmerung auf. Um der Rotte den Weg abzuschneiden, teilen sie sich auf.

Der Sohn gibt einen Schuss ab, als er ein Geräusch hört. Doch er trifft kein Wildschwein, sondern seinen Vater, der neben dem Schützen noch zwei weitere Kinder und seine Frau hinterlässt. 

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