Darum gehts
- Aprilwetter bringt grosse Schwankungen: Schnee, Regen, Sonne und Sommertage
- Grund: «Kampf der Luftmassen» zwischen kalter Polarluft und warmer Mittelmeerluft
- Temperaturen: Montag 9 bis 12 Grad, Donnerstag bis 18 Grad erwartet
Erst T-Shirt-Wetter, volle Terrassen und Sonne satt – dann plötzlich wieder Winterjacke, 7 Grad und Regen. Willkommen im April! Kaum ein Monat sorgt für so viel Wetter-Frust wie dieser. Doch macht der April wirklich, was er will? Nicht ganz.
Der bekannte Spruch ist zwar eine Bauernregel – aber mit einem wahren Kern. Meteorologen sprechen von einer enormen Spannbreite. Im April ist fast alles möglich. Von Frost und Schnee bis zu frühsommerlichen 25 Grad. Genau das zeigte auch der April 2026: Anfang Monat noch kühl, dann plötzlich über 20 Grad an Ostern, in Genf und Sitten sogar ein Sommertag. Und kaum blühen die Obstbäume, droht schon wieder Schnee.
Gemisch aus kalter und warmer Luft
Der Grund für dieses Hin und Her liegt hoch oben in der Atmosphäre, wie Roger Perret von Meteo News erklärt. Im Frühling nimmt die Sonnenkraft stark zu, und die Tage werden im April rund anderthalb Stunden länger. Gleichzeitig liegt noch kalte Polarluft über dem Norden, während aus dem Süden immer wärmere Luft nachströmt. Diese Gegensätze führen zu einem regelrechten «Kampf der Luftmassen».
Die Schweiz steckt dabei mittendrin: Tiefdruckgebiete aus dem Norden treffen auf Hochdruckeinfluss aus dem Mittelmeerraum. Das Resultat ist ein instabiles Gemisch. Kalte Höhenluft trifft auf erwärmten Boden – ideale Bedingungen für Quellwolken, Schauer und rasche Wetterwechsel. Mal setzt sich die Wärme durch, mal die Kälte.
Und so sieht die Woche aus
Der Wochenstart zeigt den April von seiner grauen Seite: Am Montag bleibt es verbreitet bewölkt. Später kommt vermehrt Regen dazu. Die Temperaturen liegen zwischen kühlen 9 und 12 Grad. Im Süden ist es mit rund 15 Grad etwas milder. Die niedrigen Temperaturen bringen auch wieder Schnee mit sich. Im Wallis steigt deshalb die Lawinengefahr.
Am Dienstag bleibt es auf der Alpennordseite stark bewölkt. Zwar gibt es zwischendurch auch längere trockene Phasen, doch immer wieder fällt Regen. Die Temperaturen erreichen 12 bis 13 Grad, so die Prognose von Meteo News. Ganz anders im Süden: Dort zeigt sich das Wetter wechselhaft, aber deutlich wärmer – bis zu 20 Grad sind möglich.
Zur Wochenmitte deutet sich eine leichte Wetterberuhigung an: Besonders im Flachland lockert es auf, die Sonne zeigt sich wieder häufiger. Die Temperaturen steigen auf etwa 16 Grad. Am Donnerstag wird es trotz zeitweiliger Wolken vielerorts freundlich, mit Höchstwerten bis 18 Grad, wie Meteo Schweiz verspricht.