«Ich schaute mehr auf die Uhr als auf meine Sicherheit»
Die krassesten Rekorde von Extrembergsteiger Karl Egloff

2014 gelang Karl Egloff der Durchbruch: In Rekordzeit bezwang der schweizerisch-ecuadorianische Extremsportler den Kilimandscharo. Es war der Startschuss zu einer Serie von Höhenrekorden auf den höchsten Bergen aller Kontinente.
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Der Denali gilt unter Bergsteigern als einer der schwierigsten Berge der «Seven Summits».
Foto: Getty Images/First Light

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Karl Egloff, 45, bricht Rekorde auf höchsten Bergen der Welt.
  • Am Kilimandscharo 2014: Auf- und Abstieg in 6 Stunden, 42 Minuten.
  • 2019 Denali-Rekord: 11 Stunden, 44 Minuten, ohne Ski, trotz extremer Bedingungen.
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Karl Egloff (45) gehört zu den bekanntesten Extrembergsteigern der Welt. Der schweizerisch-ecuadorianische Athlet stellte auf einigen der höchsten Berge der Erde spektakuläre Rekorde auf. Berühmt wurde er vor allem durch seine Bestzeiten bei den «Seven Summits», den sieben höchsten Bergen aller Kontinente.

Schon früh war klar, dass Egloff für die Berge lebt. Er wuchs teilweise in Ecuador auf und arbeitete bereits als Teenager gemeinsam mit seinem Vater als Bergführer. Später fuhr er sogar im Mountainbike-Nationalteam von Ecuador. Doch seine wahre Leidenschaft fand er in der Höhe – dort, wo der Sauerstoff knapp wird.

Zwar musste Egloff am Mittwoch einen Rekordversuch am Mount Everest abbrechen. Seine Bilanz ist dennoch beeindruckend. Blick zeigt die krassesten Rekorde des Extrembergsteigers.

Der Durchbruch am Kilimandscharo

2014 gelang Karl Egloff der internationale Durchbruch. Am Kilimandscharo in Tansania stellte er einen neuen Rekord für Auf- und Abstieg auf. Für die gesamte Strecke benötigte er nur 6 Stunden, 42 Minuten und 24 Sekunden. Damals war Egloff 33 Jahre alt. Den Gipfel erreichte er bereits nach weniger als fünf Stunden. Danach lief er ohne lange Pause direkt wieder zurück ins Tal. Damit schlug er sogar die bisherige Bestmarke des berühmten Bergläufers Kilian Jornet. «Es ist mein Lebensstil. Ich bin in den Bergen aufgewachsen», sagte er damals gegenüber der Zeitung «El Universo».

Der Aconcagua-Rekord

Nur ein Jahr später sorgte Egloff erneut weltweit für Aufsehen. 2015 stellte er am Aconcagua in Argentinien, dem höchsten Berg Südamerikas, den nächsten Rekord auf. Für Auf- und Abstieg benötigte er 11 Stunden und 52 Minuten. Der Aconcagua gilt wegen seiner extremen Höhe von fast 7000 Metern als besonders gefährlich. Dünne Luft, eisige Temperaturen und heftige Winde machen jede Besteigung zu einer enormen Herausforderung. Trotzdem unterbot Egloff erneut die bisherige Rekordzeit von Kilian Jornet deutlich. Die argentinische Zeitung «El Sol» bezeichnete ihn danach sogar als «Zerstörer von Rekorden».

Europa-Rekord am Elbrus

2017 folgte der nächste Triumph. Am Elbrus in Russland, dem höchsten Berg Europas, stellte Karl Egloff einen weiteren Speedrekord auf. Für die Strecke benötigte er nur 4 Stunden und 20 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war er 36 Jahre alt. Der Rekord war Teil seines grossen Projekts – dem «Seven Summits Speed Project». Dabei versuchte Egloff, auf möglichst vielen der höchsten Berge aller Kontinente neue Rekorde aufzustellen. Jeder dieser Berge brachte andere Schwierigkeiten mit sich – von extremer Kälte bis zu gefährlichem Sauerstoffmangel.

Denali – der vielleicht härteste Rekord

Einer seiner spektakulärsten Erfolge gelang Karl Egloff im Jahr 2019 am Denali in Alaska. Für die gesamte Strecke benötigte er nur 11 Stunden und 44 Minuten. Der Denali gilt unter Bergsteigern als einer der schwierigsten Berge der «Seven Summits». Extreme Wetterumschwünge, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und starke Winde machen jede Expedition gefährlich. Egloff schaffte den Rekord ohne Ski und war am Ende rund eine Minute schneller als Kilian Jornet. Später erklärte er gegenüber «ExplorersWeb», wie extrem die Belastung während des Rekordversuchs gewesen sei. «Ich schaute mehr auf die Uhr als auf meine Sicherheit», so Egloff.

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