Spezieller Job ausgeschrieben
«Alpen-Ranger» soll für Walliser Gemeinde Wildcamper aufspüren

Die Gemeinde Obergoms VS testet eine neue Massnahme gegen wildes Zelten: Sie hat den Job eines «Alpen-Rangers» ausgeschrieben, der an den Alpenpässen Furka, Grimsel und Nufenen für Ordnung sorgen soll. Wegen Wildcamping entgehen dem Ort jedes Jahr hohe Einnahmen.
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Wildcamper sorgen immer wieder für Ärger. (Archivbild, Nufenenpass, 2023).
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gemeinde Obergoms VS setzt einen Ranger gegen Wildcamper ein.
  • Wildcamping ist verboten und generiert praktisch keine Wertschöpfung.
  • Der neue Ranger ist aber kein Polizist: Er soll keine Verbote aussprechen, aber Grenzen aufzeigen.
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Camping- und Büssli-Ferien boomen in der Schweiz. Ein beliebtes Ziel: die drei Alpenpässe Nufenen, Grimsel und Furka im Kanton Wallis. Gerade jetzt dürfte dort Hochbetrieb herrschen: Die kühlen Berge sind ein beliebter Zufluchtsort vor der hochsommerlichen Hitze.

Wer das Zelt oder den Campervan aber abseits der offiziellen Plätze aufbaut oder parkiert, sorgt bei den Einheimischen immer wieder für Ärger – und verstösst gegen das Gesetz. Die Gemeinde Obergoms VS hat schon länger mit Wildcampern zu kämpfen. Deshalb greift sie jetzt zu einer speziellen Massnahme, wie zuerst der Walliser Bote berichtet hat. Die Gemeinde hat kürzlich den Job eines Rangers ausgeschrieben.

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Die Aufgabe des Rangers: Er soll durch das Gebiet rund um die Gemeinde patrouillieren. Und so die Natur insbesondere «mit Fokus auf das Themengebiet wildes Campieren» schützen. Im Stelleninserat, das die Gemeinde aufgeschaltet hat, heisst es: Der Ranger informiere und sensibilisiere Gäste als Ansprechperson und habe «ein wachsames Auge darauf, dass Regeln eingehalten und Naturschutz- und Nutzungsbestimmungen respektiert werden». 

«Ranger ersetzt keine Polizei»

Der «Alpenranger» ist dabei zu Fuss oder mit dem Auto unterwegs – auch an Wochenenden, abends oder zu Ferienzeiten. Dabei kann er weitgehend selbst über Ort und Dauer seiner Einsätze entscheiden, um so kein Muster bei den Kontrollen entstehen zu lassen. Daniel Zumoberhaus, Gemeinderat und Tourismusverantwortlicher, betont gegenüber Blick: «Der Ranger ersetzt keine Polizei. Er soll keine Verbote aussprechen, aber Grenzen aufzeigen.» Er lotst Besucher also möglichst auf offizielle Stellplätze und klärt sie über deren Existenz auf – Bussen oder Platzverweise auszusprechen übersteigen seine Kompetenzen. 

Die Polizei ist aber ins Projekt involviert, betont Zumoberhaus: «Sie steht während des Aufbaus des Angebots und auch während der Pilotphase mit Rat und Tat zur Seite.» Ein regelmässiger Beizug sei aber nicht das Ziel. 

Gemeinde setzte bereits auf freiwillige Kurtaxe

Wie viel das Ranger-Projekt die Gemeinde insgesamt kosten wird, könne man aktuell noch nicht abschätzen, so der Gemeinderat. Noch gebe es zu viele Variablen. Klar ist: Durch das Wildcampieren entgehen Obergoms Einnahmen durch Gebühren auf den offiziellen Campingplätzen. Laut dem Tourismusbüro geht der Destination während einer Sommersaison dadurch fast ein sechsstelliger Betrag durch die Lappen. Dass in Obergoms bald ein Ranger patrouilliert, soll diese Einnahmen nach oben treiben.

Erst letztes Jahr führte Obergoms eine freiwillige Kurtaxe ein, damit die Camper zumindest digital die Kurtaxe bezahlen. Jetzt greift die Gemeinde zu härteren Massnahmen, um das Problem mit dem wilde Zelten besser in den Griff zu bekommen.

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