Darum gehts
- Sommer 2026 war der heisseste seit Messbeginn 1864 in der Schweiz
- In Basel/Binningen wurden am 30. Juli 39,7 Grad gemessen
- Sommer 2026 war 3,4 Grad wärmer als 1991–2020-Durchschnitt
Extrem, heiss und unzählige neue Rekorde: Der Sommer 2026 wird in die Geschichte eingehen. Verbreitet gab es neue Rekorde bei den Tagesmaximumtemperaturen. An vielen Orten in der Schweiz gab es nie zuvor so viele Hitzetage und Tropennächte. Dies zeigt die definitive Meteo-Schweiz-Bilanz zum Sommer 2026. Begleitet wurde die Hitze von extremer Trockenheit. Der Sommer 2026 in fünf Punkten.
Heissester Sommer seit Messbeginn
Der Sommer 2026 war der heisseste seit Messbeginn 1864. «Die saisonale Mitteltemperatur über die drei Monate Juni, Juli und August 2026 betrug 17,2 Grad. Der bisher unangefochtene Rekord der landesweiten Durchschnittstemperatur aus dem Hitzesommer 2003 wurde damit um knapp 0,4 Grad übertroffen», heisst es in dem Bericht. Solche extremen Sommer seien allerdings im heutigen Klima längst nicht mehr so aussergewöhnlich wie noch 2003, heisst es weiter.
Schweizweit war der Sommer 3,4 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum 1991–2020 – besonders stark betroffen waren die West- und Nordwestschweiz sowie teilweise die Alpensüdseite.
Diese Temperaturrekorde purzelten
Bei den Tageshöchsttemperaturen gab es zahlreiche Rekorde. In Basel/Binningen wurden am 30. Juli 39,7 Grad gemessen – damit wurde der bisherige Rekord auf der Alpennordseite egalisiert. Besonders in der Nord-, West- und Zentralschweiz gab es mit bis zu 38,6 Grad in Buchs/Aarau weitere Rekordwerte. Bemerkenswert ist auch Scuol im Unterengadin: Dort wurden auf 1304 m ü. M. bereits am 27. Juni 35,1 Grad gemessen. Insgesamt verzeichneten 30 Messstationen von Meteo Schweiz im Sommer 2026 eine neue absolute Höchsttemperatur – bei fast der Hälfte fiel der bisherige Allzeitrekord bereits im Juni.
Der absolute Schweizer Temperaturrekord bleibt jedoch bestehen: In Grono GR wurden im Hitzesommer 2003 41,5 Grad gemessen, was unter den heutigen Messbedingungen 40,5 Grad entspricht. Dieser Rekord wurde 2026 nicht gebrochen.
Sehr warme Nächte
Eine weitere Besonderheit des Jahrs 2026 waren die warmen Nächte. An 27 Messstationen in der ganzen Schweiz wurde im Sommer 2026 ein neuer Rekord für die höchste Tagesminimum-Temperatur erreicht. In Lugano sank die Temperatur am 27. Juni nicht unter 25,3 Grad – der bisher höchste gemessene Wert.
Hitzeperioden wechselten sich ab
Besonders auffällig war in diesem Sommer vor allem, dass die hohen Temperaturen über eine lange Zeit bestehen blieben. Die erste Hitzeperiode begann Mitte Juni. Sie dauerte zehn Tage an. Mitte Juli kam die Hitze dann erneut zurück und Ende Juli begann eine neue Welle. Sie blieb praktisch pausenlos bis am 16. August.
Extreme Trockenheit
Der Sommer war in vielen Teilen der Schweiz sehr trocken. Nach einem bereits trockenen Frühling gab es auch im Juni, Juli und August deutlich weniger Niederschlag als üblich, bilanziert Meteo Schweiz. Besonders betroffen waren die West- und Nordwestschweiz sowie Teile des Mittellands. Die Hitze führte zusätzlich zu einer starken Verdunstung, wodurch sich die Trockenheit weiter verschärfte.
Wenig Regen und viel Sonne
Es gab im Sommer 2026 viel zu wenig Regen in der Schweiz. Sonnen- und Sommerliebhaber kamen jedoch richtig auf ihre Kosten. Vor allem Aktivitäten am Wasser boomten. Viele zog es auch in die Berge, wo die Temperaturen aushaltbarer waren.