Darum gehts
- Sommer 2026: Lokale Rekordhitze mit 39,7 Grad in Basel-Binningen
- Lugano hatte rekordverdächtige 53 Tropennächte über 20 Grad
- Schweiz erlebte 345'000 Blitzentladungen während Sommergewittern
Schweissperlen auf der Stirn, klebende Kleidung auf der Haut – der Sommer hat bei den Schweizern Spuren hinterlassen. Es wurden regionale Hitzerekorde aufgestellt und Hitzephasen gemessen, die es so noch nie gab. Am 31. August ging der meteorologische Sommer zwar zu Ende, doch in Erinnerung bleiben wird er uns trotzdem.
Rekordhoch an heissen Tagen
Dieser Sommer verzeichnet in der Schweiz einen Temperaturüberschuss von knapp 3,5 Grad. Das lässt sich auf eine Rekordzahl an heissen (über 30 Grad) und sehr heissen (über 35 Grad) Tagen zurückführen. Aber auch einzelne, regionale Temperaturrekorde tragen zu dem Temperaturüberschuss bei. So wurde in Basel-Binningen ein neuer Rekord von 39,7 Grad erreicht, während die Einwohner von Locarno über 60 Tage lang Hitzetage (Tage mit mehr als 30 Grad) aushalten durften.
Auch der Norden der Schweiz erlebte Dutzende Hitzetage – 52 waren es in Basel und immerhin 44 in Zürich. Die hohe Anzahl an Hitzetagen ist ein neues Phänomen. Früher gab es in Basel im Durchschnitt (gemessen 1991–2020) nur 14 Hitzetage. Vor den 2000er-Jahren waren Tage mit Temperaturen über 35 Grad eine absolute Ausnahme.
Tropennächte und Gewitter
Die Hitze in diesem Sommer hatte zur Folge, dass auch die Nächte tropisch warm waren. Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. In der Anzahl an Tropennächten ist Lugano mit 53 an der Zahl Spitzenreiter. Doch auch hier ist Locarno-Monti mit 52 Tropennächten weit oben im Ranking.
Daneben zeichnen auch Sommergewitter diesen Sommer aus. In der ganzen Schweiz wurden diesen Sommer knapp 345'000 Blitzentladungen registriert, wie Meteo News berichtet. Zu den heftigen Unwettern, Blitz und Donner reihen sich auch Hagelschauer in die Reihe der Sommergewitter-Symptome ein. Erst am vergangenen Freitag wurden zahlreiche Autos und Gebäude durch Hagelgewitter beschädigt.
Meteorologisch mag der Sommer nun vorbei sein, doch zweifelsohne werden seine Extreme die Schweizer noch bis in den Herbst begleiten.