Gecancelte Flüge und vergessene Koffer
Zürcherin kritisiert SAS-Airline nach Reise-Chaos

Diese Reise nach Oslo wird ein Paar aus der Schweiz so schnell nicht vergessen. Erst wird der Hinflug gestrichen, dann spontan auch der Rückflug. Anschliessend gings mit einem Umweg über Amsterdam und der Hiobsbotschaft über ihr Gepäck endlich doch noch nach Hause.
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Oslo hat viel zu bieten. Michelle H. und ihr Freund Jonas L. reisten unter anderem wegen einer Hochzeit nach Norwegen.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Paar aus Zürich erlebt Chaos mit gestrichenen Flügen bei Oslo-Reise
  • Beide Flüge annulliert, Gepäck verloren, kaum Unterstützung von Airline
  • Zwei neue Flüge nötig, Koffer kommen später
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Angela RosserJournalistin News

Eigentlich hätte es ein entspannter Kurztrip nach Oslo werden sollen. Michelle H.* (29) und Jonas L.* (37) waren zudem auf eine Hochzeit eingeladen. Der Zeitplan für die Reise war also nicht gerade äusserst flexibel.

Bereits zwei Wochen vor Take-off wurde der Hinflug gestrichen. «Eine Begründung haben wir nicht erhalten», sagt die 29-Jährige. Auf eigenes Drängen und Organisieren konnte das Paar zum Glück doch noch am geplanten Tag nach Norwegen reisen. Eine grosse Hilfe war die Airline hier nicht, sagt sie.

Keine Lust, im nächsten Land zu stranden

«Das kann ja mal passieren und wir habens ja noch zur Hochzeit geschafft», sagt sie im Gespräch mit Blick. «Der Oberhammer kam aber, als wir zurückfliegen wollten.» Denn auch dieser Flug wurde kommentarlos gestrichen.

Die Information über den annullierten Flug hätten sie per SMS erhalten – nach der Gepäckaufgabe. Am Schalter wurden sie erst auf später vertröstet und als man sich ihrem Anliegen annahm, habe es geheissen, dass es für den einzigen anderen Flug, den es noch gegeben hätte, nun leider bereits zu spät sei.

«Hätten sie uns nicht unnötig warten lassen, wäre uns einiges erspart geblieben», sagt die Zürcherin. Man habe ihnen schon Optionen angeboten, um noch am Abend desselben Tages zu fliegen. Zum Beispiel über Madrid oder London. «Aber», sagt sie, «wir hätten bei beiden Optionen extrem wenig Zeit zum Umsteigen gehabt. Bei der kleinsten Verzögerung wären wir also im nächsten Land gestrandet.»

Anspannung bis zum Schluss

Sie verbrachten die Nacht im Hotel am Flughafen, ohne Gepäck, und setzten auf einen Flug via Amsterdam am nächsten Tag. Direktflüge mit freien Plätzen waren keine mehr verfügbar. «Wenn wir wenigstens früher gewusst hätten, dass der Rückflug auch annulliert wird, hätten wir noch einen Abend in Oslo verbringen können, statt irgendwo im Nirgendwo», sagt sie.

«Neuer Tag, neues Glück», dachten sich die beiden und begaben sich tags darauf erneut zum Flughafen. «Auf Flightradar24 habe ich gesehen, dass der Flieger aus Amsterdam, mit dem wir dorthin müssen, bereits schon wieder Verspätung hat», sagt H. Da sei sie dann langsam etwas gereizt gewesen.

Gut gewettet und trotzdem verloren

Geklappt hat es dann zum Glück trotzdem. «Im Flieger nach Zürich, der von Swiss durchgeführt wurde, habe ich mich am Ende so fest über das Schöggeli gefreut. Es war so ein ‹hach ja, bald geschafft, bald zu Hause›-Gefühl», so die 29-Jährige.

«Da haben wir noch Witze gemacht, was denn jetzt sonst noch alles schiefgehen könnte. Ich habe darauf gewettet, dass jetzt sicher das Gepäck noch verloren geht», so die 29-Jährige. Eine Vorahnung? Zwar erwischte das Paar den Flieger zurück nach Zürich und kam dort auch pünktlich an, etwas anderes flog aber nicht mit. Das Gepäck. «Wenigstens habe ich die Wette gewonnen», erzählt sie und lacht.

Keine Gründe und keine Hilfe

In Oslo sei das Missgeschick zum Glück schnell bemerkt worden und die Koffer mit einem anderen Flug nachgeschickt. Trotzdem hinterlässt die Odyssee einen bitteren Nachgeschmack. Statt einem Hin- und einem Rückflug gab es zwei gestrichene Flüge, eine Menge administrativen Aufwand, einen Rückflug mit Umweg und verlorene Koffer.

Besonders zu denken gibt ihr die Tatsache, dass sie keinerlei Begründung erhalten hätten. «Ich weiss ja nicht, was die SAS beruflich macht, aber eine Airline sind sie, glaube ich, nicht», so die Zürcherin zynisch.

Blick hat die Airline um eine Stellungnahme gebeten, doch bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels keinerlei Antwort erhalten. 

* Namen geändert 

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