Darum gehts
- Melanie Sottas konnte dank Spenden ihre 30 Geissen retten
- Ein anonymer Spender gab 9000 Franken, insgesamt sammelte sie 30'000 Franken
- Neues Heu bereits bestellt, Preise bleiben jedoch hoch
Grosse Freude bei Melanie Sottas (24) und Raphaël Rigolet (25). Ihre 30 Geissen müssen doch nicht geschlachtet werden. «Wir sind überwältigt und unglaublich dankbar», sagt die junge Landwirtin zu Blick.
Noch Anfang der Woche hingen dunkle Wolken über dem Hof der beiden im Greyerzerland. Die Trockenheit bedrohte die Zukunft ihres Betriebs. Auf ihren Wiesen wächst das Gras nicht mehr. Die Tiere werden deshalb bereits mit Heu gefüttert, das eigentlich für den Winter gedacht ist. Die Situation ist prekär. 8000 Franken braucht das Paar, um seine Heuvorräte von extern aufzustocken. Sottas sagte zu Blick: «Ohne Spenden muss ich meine Geissen bald schlachten.»
«Ganz viel Zusammenhalt in diesem Land»
So weit kommt es nun zum Glück nicht. Denn kaum hat Blick über die Situation der jungen Landwirte berichtet, rollt eine gewaltige Welle der Solidarität über die beiden hinweg. Innert weniger Stunden wird den beiden von Hunderten Leuten Geld gespendet. Die 8000 Franken sind schnell zusammen und nicht nur das: Bis Freitag haben die beiden 30'000 Franken erhalten. Ein anonymer Spender allein unterstützte die jungen Landwirte mit 9000 Franken!
Melanie Sottas kann es immer noch nicht fassen. «Unsere Sorgen sind damit vom Tisch, wir können weitermachen, unsere Tiere bleiben bei uns», sagt sie.
Sie sei überwältigt von der Solidarität, die sie erfahren durfte, erklärt Sottas. «Die Hilfe der Menschen gibt uns Hoffnung und zeigt, dass es ganz viel Zusammenhalt und Unterstützung in diesem Land gibt. Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben.»
Heu gekauft
Mit den Spenden haben Sottas und ihr Partner direkt begonnen, ihre Futtersituation zu verbessern. «Die erste Ladung Heu ist bereits bei einem Bauern aus der Region bestellt», sagt sie. Dank der Grosszügigkeit der Menschen kann sie auch die immer weiter steigenden Preise abfedern. Denn Heu ist überall knapp, das wirkt sich auch auf Kaufpreise aus.
«Nach schwierigen Wochen können wir nun durchatmen. Es ist ein tolles Gefühl», sagt die 24-Jährige und fügt an: «Es lohnt sich, seine Sorgen mit anderen zu teilen, denn es gibt viel mehr Mitgefühl, als man vielleicht denkt.»