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Experten warnen wegen warmem Mittelmeer
Drohen der Schweiz jetzt heftige Herbst-Unwetter?

Das Mittelmeer ist derzeit rund 28 Grad warm – mehr als zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Das kann auch Folgen für die Schweiz haben.
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Die Karte zeigt die aktuellen Temperaturen von Mittelmeer und Atlantik.
Foto: Medmos

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Mittelmeer ist derzeit mit rund 28 Grad rekordwarm
  • Das warme Wasser kann Starkregen und Unwetter im Alpenraum verstärken
  • Für die Schweiz steigt das Risiko, wenn eine entsprechende Tiefdrucklage aufzieht
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Jessica von DuehrenRessortleiterin Desk/Teamlead News

Der Sommer ist vorbei, doch das Mittelmeer ist noch immer aufgeheizt. Und zwar aussergewöhnlich stark: Laut Meteo News liegt die durchschnittliche Oberflächentemperatur derzeit bei rund 28 Grad. Was nach perfekten Bedingungen für verlängerte Badeferien klingt, kann im Herbst zum Problem werden. Denn das warme Mittelmeer funktioniert wie ein riesiger Wärme- und Feuchtigkeitsspeicher. Je wärmer die Wasseroberfläche ist, desto mehr Wasser verdunstet. Ziehen Tiefdruckgebiete über das Mittelmeer, steht ihnen dadurch besonders viel Feuchtigkeit zur Verfügung.

Das betrifft nicht nur die Küstenregionen. Gelangt feuchte Mittelmeerluft Richtung Alpen, können sich die Niederschläge dort zusätzlich verstärken. Die Berge wirken dabei wie eine Barriere: Die Luft wird zum Aufsteigen gezwungen, kühlt ab – und die gespeicherte Feuchtigkeit fällt als Regen.

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200 Liter Regen in 24 Stunden

Heisst: Auch bei uns kann das warme Mittelmeer Folgen haben – insbesondere bei Staulagen an den Alpen ist das Potenzial für besonders heftige Niederschläge gross. Eine wichtige Rolle können laut den Experten sogenannte Vb-Tiefs spielen. Diese können feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum über Italien in Richtung Alpen transportieren.

Wie heftig solche Niederschläge ausfallen können, zeigte sich diese Woche bereits in Norditalien. In Lignano fielen laut Meteo News innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Rund 150 Liter davon kamen innerhalb von nur drei Stunden herunter. Strassen wurden überflutet.

Für die Schweiz bedeutet das rekordwarme Mittelmeer allerdings nicht automatisch einen Unwetter-Herbst. Entscheidend ist die jeweilige Wetterlage. Kommt in den nächsten Wochen aber ein ungünstiges Tief hinzu, steht aussergewöhnlich viel Wärme und Feuchtigkeit zur Verfügung. Das warme Mittelmeer kann dann wie ein Verstärker wirken – und Starkregenereignisse im Alpenraum heftiger ausfallen lassen.

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