Darum gehts
- Am Freitag wird schweizweit eine hohe Saharastaub-Konzentration in der Luft erwartet
- Der Staub aus Nordafrika wird durch eine spezielle Wetterlage transportiert
- Zum Wochenende nimmt Konzentration langsam wieder ab
Wolkenloser Himmel, viel Sonne und T-Shirt-Wetter: Diese Woche weckten die milden Temperaturen bei vielen erste Frühlingsgefühle. Und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht. Es könnte bis zu 17 Grad warm werden!
Der Frühling bringt aber auch ein für die Zeit typisches Wetterphänomen mit sich: den Saharastaub.
Dieser werde in den kommenden Tagen die Luft trüben, schreibt Roger Perret von Meteo News im aktuellen Blogeintrag. Demnach ziehe der Staub aus Nordafrika durch eine spezielle Wetterlage ab Donnerstag verstärkt in Richtung Alpenraum. «Am Freitag ist dann in der ganzen Schweiz je nach Modell recht viel Saharastaub in der Luft vorhanden», so der Meteorologe.
Effekt am Freitag landesweit sichtbar
Nicht immer färbt sich der Himmel bei einer erhöhten Saharastaub-Konzentration in dem markanten Orange. Abhängig ist das von verschiedenen Faktoren, wie der Tageszeit oder der Höhe, in der sich der Staub befindet.
Für dieses Mal prognostiziert der Wetterdienst allerdings, dass sich die Luft vor allem im Westen der Schweiz am Donnerstag zunehmend trübt, bevor der Effekt am Freitag landesweit sichtbar wird. Die genaue Intensität sei allerdings schwer vorherzusagen, da verschiedene Modelle unterschiedlich starke Belastungen zeigen.
Bleibt die Luft hierzulande nun für längere Zeit gelblich dunstig? Nein. «Am Wochenende nimmt die Saharastaubkonzentration voraussichtlich wieder langsam ab», so Perret. Dann ziehe der Staub nach Nordwesten ab. Besonders stark treffe es diesmal Zentralfrankreich und Grossbritannien.
Wie kommt der Saharastaub zu uns?
«Zunächst muss es im Wüstengebiet eine Störungszone geben, damit Staub aufgewirbelt wird und sich in der Luft sammelt», erklärte Meteorologe Michael Eichmann vergangenen März gegenüber Blick. «Grössere Partikel fallen wieder zu Boden, kleinere sammeln sich in höheren Schichten in der Atmosphäre und werden verfrachtet.» Dazu brauche es eine südliche Strömung, die von Süden nach Norden bläst.
Dies ist im Moment mit einem Tief über Marokko, einem Hochdruckgebiet in Osteuropa sowie südwestlichen und südöstlichen Strömungen in der Schweiz gegeben. Perret dazu: «Damit wird die in Nordafrika aufgewirbelte und mit Saharastaub angereicherte Luft allmählich bis zu uns verfrachtet.»