Roger Hofer und seine Partnerin wollten eigentlich ihre Skiferien in Leukerbad VS geniessen. Schnee haben sie inzwischen genug, oder besser gesagt, zu viel. «In den letzten 24 Stunden gab es rund einen Meter Neuschnee», sagte Hofer am Dienstag zu Blick. «Wir geniessen den vielen Schnee, können aber leider infolge der Lawinengefahr nicht auf die Skipisten.»
Doch das ist nicht seine grösste Sorge. «Im Moment wissen wir noch nicht, wie und wann wir wieder nach Hause können, sind doch die Talstrassen vor Lawinenabgängen nicht verschont», so der Aargauer. Das hinterlässt bei ihm ein mulmiges Gefühl.
Auch Bettina Lemmel ist zurzeit in Leukerbad. «Die Stimmung ist gut», sagte sie am Dienstag zu Blick. Und das, obwohl die Gemeinde völlig eingeschneit wurde.
Am Dienstagabend mussten in Leukerbad mehrere Zufahrten wegen Lawinensprengungen zeitweise gesperrt werden.
Blick-Leserin Stefanie Bürli aus Muttenz BL und ihr Sohn nutzten das winterliche Wetter in Leukerbad, um zu schlitteln.
Hoffen auf bessere Pistenverhältnisse
Und auch in Crans-Montana hat es am Dienstag kräftig geschneit. «Nach dem heftigen Schneefall zeigt sich am Nachmittag die Sonne», sagt Blick-Leserin Sabine Rappo Conca.
Richi Rölli meldete sich am Dienstag aus den Sportferien in Davos bei Blick: «Bis vor zwei Tagen fast zu wenig Schnee, heute sind die Lifte infolge Lawinen geschlossen!» Er hofft auf gute Pistenverhältnisse am Mittwoch.
Familie Lottaz aus Wiler im Lötschental musste am Dienstag auf das Skifahren auch verzichten. Die Sicherheit gehe vor. «Vielen Dank an alle, die Entscheidungen treffen müssen in solchen Situationen, und den Rettern, die Personen bergen müssen – leider darunter auch Ignoranten, die sich bewusst in Gefahr begeben.»
Selbstgebaute Schneebar
Eine Gruppe Leserreporterinnen und Leserreporter meldete sich am Dienstag ebenfalls aus dem Lötschental: «Wir sitzen auf der Lauchernalp im Lötschental fest und machen das Beste daraus.»
So viel Schnee macht kreativ. Die Gruppe baute sich kurzerhand eine eigene Schneebar. Für Bier und Wein war ebenfalls gesorgt.
Schicke uns deine Aufnahmen
Die Bilder der grossen Neuschneemengen sind eindrücklich. Die Lawinengefahr ist auch am Mittwoch noch nicht gebannt. In vielen Regionen der Schweizer Alpen gilt gemäss Lawinenbulletin des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4 (gross). Und dennoch machen die Menschen vor Ort das Beste aus der Situation.
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