Neues Video zeigt den Brandausbruch
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Im Le Constellation:Neues Video zeigt den Brandausbruch

Gäste gingen zweimal an blockiertem Notausgang vorbei
Videoaufnahmen enthüllen weitere tragische Details

In Crans-Montana kam es in der Silvesternacht zu einem verheerenden Brand, der 41 Todesopfer forderte. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Das Ehepaar Moretti steht momentan im Rampenlicht der Medien und Ermittler.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die verheerende Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation forderte 41 Todesopfer
  • Gegen das Barbetreiberpaar Jacques und Jessica Moretti wird ermittelt
  • Das Feuer wurde durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen ausgelöst
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Blick Newsdesk
06:55 Uhr

Videoaufnahmen enthüllen weitere tragische Details

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Zwei Minuten, nachdem im Le Constellation das Feuer ausgebrochen war und die Bar in Crans-Montana zur Todesfalle für 41 Menschen wurde, reissen die Videoaufnahmen aus dem Inneren ab. Das vorhandene Material wird von den Ermittlern akribisch ausgewertet – und offenbart immer neue Details. 

Wie «24 heures» unter Berufung auf die Aufnahmen berichtet, zögerten einige Gäste im Keller, als sie den Brand bemerkten – und liefen zunächst in einen «geheimen Barbereich», um ihre Jacken zu holen. Dieser improvisierte Garderobenraum befand sich jedoch am entgegengesetzten Ende des Fluchtwegs, wie die Zeitung schreibt. 

Diese Entscheidung kostete die Opfer wohl wertvolle Sekunden, wie aus zwei Berichten der Kantonspolizei Wallis hervorgeht, die «24 heures» vorliegen. 

«Gäste rennen den Flur entlang in Richtung der sogenannten Flüsterkneipe, wo sich zahlreiche Jacken befinden», heisst es in einem Bericht vom 2. März. Um 1:27:34 Uhr holten Kunden «sichtlich in Eile ihre Jacken ab, bevor sie wieder in den Flur gingen». Schliesslich seien die Menschen, die Sicht getrübt vom Rauch, in unterschiedliche Richtungen gerannt. 

Doch nicht nur das: Die Videoaufnahmen zeigen auch, dass die Gäste dabei zweimal an einem Notausgang vorbei liefen, der durch einen Barhocker blockiert war. Niemand konnte diese alternative Fluchtmöglichkeit also nutzen. 

Laut der Überlebenden Sofia (16), die bei dem Brand schwere Verbrennungen erlitt, hinderte sie und ihre Freunde der Barhocker daran, die Tür zu öffnen. «Wir haben sofort versucht, den nächstgelegenen Ausgang zu erreichen, aber er war durch einen Stuhl blockiert», erklärte sie bei einer Befragung. 

Die Polizei geht davon aus, dass die Gäste die Geschwindigkeit des Feuers unterschätzten. Meine Kollegin Sandra Marschner hat in diesem Protokoll zusammengefasst, wie die Bar innerhalb von 92 Sekunden zur Todesfalle wurde. Die genaue Abfolge der Ereignisse liest du hier

17.03.2026, 11:38 Uhr

Crans-Montana nicht am Strafverfahren zur Brandkatastrophe beteiligt

Die Gemeinde Crans-Montana wird nicht in das Verfahren rund um den Brand in der Bar Le Constellation eingebunden. Das Kantonsgericht Wallis bestätigte am Dienstag die Ablehnung der Walliser Staatsanwaltschaft und wies die Berufung der Gemeinde zurück.

Der Anwalt der Gemeinde teilte auf Anfrage von RTS mit, dass Crans-Montana gegen diese Entscheidung keine weitere Berufung einlegen werde.

Zur Erinnerung: Fünf aktuelle oder ehemalige Amtsträger und Mitarbeitende der Gemeinde sind im Rahmen des Strafverfahrens angeklagt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Unter den Angeklagten befindet sich auch der Präsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, der am 5. März nach der Tragödie angeklagt wurde, bei der 41 Menschen starben und 115 verletzt wurden.

16.03.2026, 13:34 Uhr

«Ich war überzeugt, dass ich sterbe»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Sie überlebte die Brandkatastrophe von Crans-Montana nur knapp und leidet bis heute unter schweren Verletzungen. Eleonora P. (29) aus Cattolica (I) erlitt nach dem Inferno im Le Constellation schwere Verbrennungen an den Händen. 

Gegenüber dem Sender TG1 erzählt sie, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert ist. «Ich kann meine Finger nicht beugen, weil die Narben ziehen», erklärt sie. 

«War in diesem Moment überzeugt, dass ich sterben würde»
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Brandopfer erzählt:«War in diesem Moment überzeugt, dass ich sterben würde»

Die Temperaturen, die in der Inferno-Bar geherrscht haben, hätten ihre Haut «buchstäblich aufgelöst». «Von da an war es der Instinkt: Entweder du lebst oder du stirbst», beschreibt die junge Frau. «Ich war überzeugt davon, dass ich sterbe.», so P. Angst habe sie keine empfunden. «Ich war irgendwie so fest davon überzeugt, dass dies mein Schicksal war, dass ich ganz ruhig war.»

Als sie es aus dem Lokal geschafft hatte, musste sie sich erst einmal sammeln. «Ich werde das Bild nie vergessen, als mich die Flammen überwältigten.»

Die Journalistin fragt P. schliesslich, ob sie gegenüber dem Betreiberpaar Jacques und Jessica Moretti Wut empfinde und was sie ihnen sagen würde. «Ich würde gerne über die Oberflächlichkeit sprechen, mit der sie die Struktur ihres Lokals geführt haben, was die Menschen, die es besuchten, solange Zeit in Gefahr gebracht hat. Es ist sinnlos, Wut zu empfinden, denn Wut tut einem Körper, der heilen muss, nicht gut. Ich versuche, gelassen zu sein und an meine Zukunft zu denken, und überlasse es denen, die sich um die Ermittlungen kümmern müssen, für Gerechtigkeit zu sorgen.»

Auch Brandopfer Roze erholt sich von ihren Verletzungen. Blick hat mit der 18-Jährigen in diesem Artikel über ihre Erfahrungen gesprochen. 

15.03.2026, 08:38 Uhr

Neue Anzeige nach Brand in der Silvesternacht

Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk

Nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana mit 41 Toten ist eine neue Strafanzeige eingegangen. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Demnach habe Xavier Thévenot, der Vater des jüngsten Opfers der Brandkatastrophe, gegen Jean-Marc G.* Anzeige erstattet. G. ist der Ziehsohn von Jacques Moretti.

In der Anzeige geht es um seine Rolle in der Bar Le Constellation in der Silvesternacht. Ein Sicherheitsmann sagt, Jessica Moretti, Cyane Panine und G. hätten gemeinsam beschlossen, alle Ausgänge zu verriegeln und nur den Eingang zur Veranda offen zu lassen. Sie hätten verhindern wollen, dass jemand ohne zu zahlen die Bar betritt oder verlässt.

Der Sicherheitsmann widerspricht zudem der Aussage von G., keine offizielle Funktion gehabt zu haben. Demnach habe G. an jenem Abend sehr wohl in der Bar gearbeitet. «Er befand sich ebenfalls am Eingang der Veranda, überwachte die Eintritte und kümmerte sich um die Kasseneinnahmen», zitiert der «Tages-Anzeiger» aus der Anzeige. Das sollen auch Videoaufnahmen, die von der Kantonspolizei Wallis ausgewertet wurden, bestätigen.

Foto: keystone-sda.ch

Auch sollen G. und der Sicherheitsmann kurz nach Ausbruch des Brandes zunächst den Ausgang blockiert haben. Als immer mehr Menschen aus der Bar flüchteten, sollen sie schliesslich Platz gemacht haben.

Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Morettis – unter anderem wegen Geldwäscherei-Verdachts. Meine Kollegin Karin Frautschi erklärt, wie es nach dem Vorwurf der Geldwäscherei gegen die beiden Barbetreiber weiter geht. Ihren Artikel liest du hier.

* Name bekannt

14.03.2026, 16:15 Uhr

Vater (59) und Sohn (15) erlebten Brandkatastrophe gemeinsam

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat unzählige Menschen getroffen. Viele Familien mussten ihre Kinder beerdigen oder müssen sie immer noch bei ihren langen Behandlungen und Therapien unterstützen. Im RTS-Podcast «Nous autres» kommt nun ein Elternteil zu Wort, das die Brandkatastrophe in der Inferno-Bar Le Constellation am eigenen Leib miterlebt hat.

Philippe (59) traf sich in der Silvesternacht mit seinem Sohn Charles (15) in der Bar. Der 15-Jährige feierte im Le Constellation gemeinsam mit seinen Freunden den Jahreswechsel. Beide waren dabei, als Wunderkerzen an den Champagnerflaschen die Decke der Bar in Brand steckten. Vater und Sohn erlitten in dieser Nacht beide schwere Verletzungen. Philippe, der als Zahnarzt arbeitete, verbrannte sich am Kopf und an den Händen. «Heute ist es mir unmöglich, wieder zu arbeiten», erzählt er im Podcast.

Foto: keystone-sda.ch

Charles hat es dabei noch schwerer getroffen. Der Junge war zwei Monate lang auf Intubation angewiesen und musste 20 Operationen über sich ergehen lassen. «Er hat acht von zehn Fingern verloren», sagt Philippe.

Noch schrecklicher sind aber die seelischen Schäden, die die Brandkatastrophe bei Charles hinterlassen hat. Von den acht Freunden, mit denen der 15-Jährige in dieser Nacht Silvester feiern wollte, ist er der einzige Überlebende. «Er ist depressiv und hat Selbstmordgedanken», erzählt sein Vater. Die zwei wollen sich jetzt gemeinsam so gut wie möglich zurück ins Leben kämpfen.

13.03.2026, 20:52 Uhr

Crans-Montana-Überlebende: «Ich fühlte mich oft schuldig»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Schock, Ungläubigkeit, tiefer Schmerz: Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Schweiz und das Ausland zutiefst erschüttert. Die Verletzten kämpfen sich zweieinhalb Monate nach dem Brand ins Leben zurück, doch die körperlichen und seelischen Wunden werden noch lange bleiben. 

Julia (19) überlebte das Inferno praktisch unverletzt, doch das Erlebte hat bei der jungen Frau ein tiefes Trauma ausgelöst. «Physisch geht es mir gut, abgesehen von leichten Schmerzen im linken Bein. Aber mental ist es schwierig. Ich habe oft Flashbacks», erzählt sie im Gespräch mit «Le Figaro». 

Während viele Opfer schwere Verbrennungen erlitten, hatte Julia das Glück, nahe am Ausgang zu stehen, als die Flammen ausbrachen. Ihre beste Freundin hatte weniger Glück. «Ich fand sie später draussen, ganz allein und schwer verbrannt. Ihr Gesicht, ihre Arme und ihr Rücken waren betroffen. Ihre Haare waren komplett weg.» 

Aus Solidarität hat Julia sich die Haare abrasiert. «Das war mein Weg, sie zu unterstützen.» Der Weg zurück zur Normalität ist steinig. Die schrecklichen Bilder aus der Nacht verfolgen die Studentin. «Ich fühlte mich oft schuldig. Warum war ich unverletzt, während so viele andere schwer verletzt wurden?» 

Seit dem Brand hat sie neue Vorsichtsmassnahmen für sich entwickelt. «In öffentlichen Gebäuden schaue ich immer nach Notausgängen. Früher habe ich das nie gemacht», offenbart sie der Zeitung. Unterstützung findet sie bei Überlebenden des Feuers und ihrer Familie. «Mein Vater ist mein grösster Halt. Er hat mir einmal eine Plüschfigur geschenkt, die jetzt bei mir im Zimmer wacht.» Trotz allem versucht sie, nach vorne zu blicken. «Ich habe gelernt, wie zerbrechlich das Leben ist. Ich bin dankbar, am Leben zu sein und Menschen zu haben, die mich lieben.» 

12.03.2026, 09:50 Uhr

DJ bezahlt Heldenmut mit seinem Leben

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Überwachungsvideos aus der Inferno-Bar Le Constellation geben neue Einblicke in die Brandkatastrophe. Ein Team aus Ermittlern analysierte diese Aufnahmen und erstellte einen Bericht, der «Le Parisien» vorliegt. Die Überwachungsvideos zeigen den heldenhaften Einsatz zweier Männer, die ihren Mut mit dem Leben bezahlen mussten.

Der Sicherheitsmann Stefan I. (†31) und der DJ Matéo L. (†23), die in der Silvesternacht im Le Constellation arbeiten, reagieren nach dem Ausbruch des Feuers sofort. Bereits wenige Sekunden, nachdem die Wunderkerzen an den Champagnerflaschen die Decke in Brand gesetzt hat, versuchen die beiden Männer, die Gäste zu retten. Der DJ will einen Feuerlöscher holen und der Sicherheitsmann fordert das Partyvolk wild gestikulierend dazu auf, den Raum zu verlassen.

Matéo L. versuchte, das Feuer zu löschen. (Credit: Arena Café Cholet)

Wenige Augenblicke später ist auf den Videos zu sehen, wie sich das Feuer immer weiter ausbreitet. Panik bricht unter den Gästen aus. Brennende Menschen versuchen, aus der Bar zu fliehen. Der DJ und der Sicherheitsmann werden die Nacht nicht überleben.

Zwei Minuten nach Ausbruch des Feuers brechen die Aufnahmen der Überwachungskameras ab. Kurz vor Ende des Videos ist laut «Le Parisien» Jessica Moretti auf der Veranda der Bar zu sehen. Sie verlässt das Lokal zwischen den flüchtenden Gästen, offenbar mit einem Handy in der Hand.

11.03.2026, 18:08 Uhr

Neuer Bericht zeigt: Nur acht Barbesucher blieben unverletzt

Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk

Das verheerende Ausmass der Brandkatastrophe von Crans-Montana wird durch neue Zahlen nochmals deutlich. «Le Temps» hatte Einsicht in einen Bericht der Walliser Polizei über die Überwachungsvideos aus der Bar Le Constellation. Darin wird deutlich, wie sich das Feuer innert Minuten ausbreitete und die Bar zur Todesfalle für ihre Besucher wurde. Zudem zeigt der Bericht: Als das Feuer ausbrach, waren 164 Personen anwesend. 

Die Flammen breiteten sich rasant an der Decke im Untergeschoss aus. Bild: Instagram

Diese Zahl bestätigte die Walliser Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Von den 164 Personen befanden sich laut «Le Temps» 132 im Untergeschoss. Nach dem Sicherheitsbericht der Gemeinde vom Juni 2019 durfte die Bar 100 Personen im Untergeschoss und 50 im Obergeschoss empfangen. 

Wie bereits bekannt, verstarben 41 der 164 anwesenden Personen, 115 wurden verletzt. Das heisst: Nur acht Personen verliessen das Le Constellation unverletzt. 

11.03.2026, 09:34 Uhr

Nach Fehler: Walliser Parlament muss neue Justizräte wählen

Von Sven Altermatt, Co-Ressortleiter Politik

Wegen der Crans-Montana-Tragödie hat der Walliser Grosse Rat – das Kantonsparlament – drei ausserordentliche Mitglieder des Justizrats gewählt. Das Aufsichtsgremium über die Staatsanwaltschaft muss mehrere Beschwerden zu den Ermittlungen im Fall behandeln. Da sich mehrere Mitglieder wegen möglicher Befangenheit in den Ausstand begeben mussten, drohte das Gremium seine Beschlussfähigkeit zu verlieren. Gewählt wurden nun eine Juristin und FDP-Politikerin sowie zwei Anwälte. Der Grosse Rat bestätigte die drei stillschweigend, wie der «Nouvelliste» berichtete.

Auslöser der Beschwerden war unter anderem ein Fehler der Staatsanwaltschaft im Januar: Die Kantonspolizei hatte Angehörigen der Opfer eine Empfehlungsliste mit drei Anwälten zugeschickt. Darauf stand jedoch auch Basile Couchepin, Präsident des Justizrats. Es drohte ein Interessenkonflikt. Die Staatsanwaltschaft sprach später von einem Fehler und entschuldigte sich. 

Parlamentsdebatte in Sitten VS.
Foto: Keystone
10.03.2026, 15:22 Uhr

Brandopfer Mélanie wünscht sich Gerechtigkeit und Entschädigung

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Mélanie Van de Velde (32) erlitt bei der Brandkatastrophe in der Silvesternacht schwerste Verletzungen. Über 40 Prozent ihres Körpers wurden vom Feuer in der Inferno-Bar Le Constellation verbrannt. Mehrere Wochen musste die Mutter auf der Verbrennungsstation der Universitätsklinik Nantes verbringen. Trotz vieler Hauttransplantationen hat sich ihr Körper für immer verändert. «Es ist wirklich verheerend. Sie muss ihr neues Gesicht akzeptieren, sie muss sich selbst akzeptieren, und auch ihre zweijährige Tochter muss sie akzeptieren», erzählt Mélanies Anwältin in der Fernsehsendung «ICI Mayenne».

Mélanie war vor ihrem Unfall gerne auf Reisen. (Credit: Facebook)

Die Brandkatastrophe prägt das Leben der 32-Jährigen auch noch lange nach dem Aufenthalt im Spital. «Sie hat keine Kraft mehr in den Armen, keine Kraft mehr in den Beinen. Es gibt noch viel zu tun. Jede Bewegung ist schmerzhaft», meint die Anwältin. Das Schlimmste für die Mutter ist aber, dass die Beziehung zu ihrer Tochter von ihrer andauernden Therapie beeinflusst wird. Laut der Anwältin könne Mélanie ihr Kind nämlich nicht häufiger als einmal im Monat sehen. «Anders ist es aufgrund der Rehabilitation nicht möglich. Das ist eine weitere grosse Tragödie.»

Mélanie ist wütend. Wütend auf die Behörden und wütend auf die Betreiber von Le Constellation. «Sie hat es satt, dass sich alle gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Sie fordert, dass die Täter bestraft werden und Wiedergutmachung für ihre Tat leisten», so die Anwältin.

Die schwerverletzte Mutter ist nicht die einzige, deren Leben und Aussehen die Brandkatastrophe für immer verändert hat. Im Verbrennungszentrum im französischen Metz wird noch immer ein Überlebender behandelt, bei dem sogar 60 Prozent des Körpers verbrannt wurden. «Es geht vor allem darum, den Patienten zu unterstützen, damit er seine Haut berühren kann, akzeptiert, dass es sein Gesicht ist», erzählt einer der zuständigen Psychologen dem französischen Radiosender RTL. «Manche Patienten wollen nie wieder in den Spiegel schauen.»

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