Ärztin erklärt die Gefahren von «Tanmaxxing»
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Neuer Trend:Ärztin erklärt die Gefahren von «Tanmaxxing»

Dermatologe fassungslos – so gefährlich ist der Tanmaxxing-Trend
«Das Einzige, was dadurch maximiert wird, ist das Hautkrebsrisiko»

Es geistert mal wieder ein irrsinniger Trend durchs Netz: das sogenannte Tanmaxxing. Junge Leute, mehrheitlich Frauen, verzichten auf Sonnencreme lassen sich die Haut extra verbrennen. Ein Dermatologe erklärt Blick, wie gefährlich das ist.
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Ein gefährlicher Trend macht auf Social Media die Runde.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trend Tanmaxxing: Junge posieren absichtlich mit Sonnenbrand ohne Sonnencreme
  • Schweiz weltweit Platz 2 bei Melanom-Rate laut Statistik
  • Über 5 Sonnenbrände erhöhen Melanom-Risiko laut Studie deutlich
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Auf Tiktok und Instagram posieren junge Menschen mit knallroter Haut. Dazu der Hashtag: «Tanmaxxing». Beim Social-Media-Trend setzen sich junge Erwachsene gezielt der prallen Sonne aus. Ganz ohne Sonnencreme. Ihr Ziel: eine intensiv gerötete Haut, der Sunburn-Look. Sobald der Sonnenbrand verheilt ist, erhoffen sie sich Bräune.

Thomas Kündig (63), Dermatologe am Universitätsspital Zürich, kann nur mit dem Kopf schütteln. Gegenüber Blick warnt er: «Der Trend ist dumm. Dümmer geht es nicht mehr.» Wer glaubt, mit Sonnenbrand am Ende braun dazustehen, irrt laut Kündig: «Die Bräune, die bleibt, ist häufig unregelmässig, eher wie Pigmentflecken. Das wollen die Leute nicht.»

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Mittagssonne ist am gefährlichsten

Gemäss Kündig unterscheidet man in zwei Arten von ultravioletter Strahlung. UVA und UVB. UVA gibts fast immer. «UVB-Strahlung ist kurzwellig und vor allem über den Mittag präsent, weil die Sonne dann am höchsten steht und so am direktesten auf uns herunterscheint», erklärt der Experte.

Genau dieses UVB-Licht ist es, das langfristig zur Gefahr wird. «Es ist die Hauptursache von Hautkrebs», sagt Kündig. Tückisch: Die Konsequenzen zeigen sich meist nicht sofort, sondern erst nach Jahrzehnten. «Ich vergleiche es gerne mit Rauchen. Es macht einem erst einmal nicht viel. Die Rechnung zahlt man erst später», so der Dermatologe. UVB-Strahlung verursache Schäden in der Erbsubstanz der Hautzellen. «Die bleiben ein Leben lang. Man kann das Rad nicht zurückdrehen.»

Schweiz auf Platz 2 in Hautkrebs-Statistik

Wie ernst die Lage tatsächlich ist, zeigt ein Blick auf die Statistik. «Die häufigste tödliche Krebsart bei jungen Leuten ist schwarzer Hautkrebs», sagt Kündig. Bei der Melanom-Rate, also dem prozentualen Anteil von Fällen mit schwarzem Hautkrebs, liegt die Schweiz weltweit an zweiter Stelle. Gleich hinter Australien.

Entscheidend ist laut Kündig vor allem eines: die eigene Sonnenbrand-Bilanz. «Leute, die über fünf Sonnenbrände im Leben hatten, haben laut einer Studie ein erhöhtes Melanom-Risiko.» Genau deshalb ist der Trend Tanmaxxing gefährlich. «Das Einzige, was dadurch maximiert wird, ist das Hautkrebsrisiko.»

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