Chasseral-Hotelier Elias Vogt ist hässig
«Betrunkene Jugendliche haben das Massenlager fast ruiniert»

Eine Schulklasse des Bildungszentrums BWZ Brugg AG hat im Hotel Chasseral in Nods BE eine Chaosnacht verbracht. Betrunken verwüsteten sie das Massenlager, warfen Cola-Flaschen durch den Raum und seilten sich an Bettdecken ab. Hotelier Elias Vogt ist fassungslos.
Kommentieren
1/11
Das Hotel Chasseral liegt auf 1548 Metern über Meer.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jugendliche verursachen im Hotel Chasseral in Nods BE schweren Sachschaden.
  • Betrunkene Schüler warfen Cola-Flaschen, zerstörten Bettdecken und Möbel.
  • Am Morgen müssen sie das Lager aufräumen, keine Anzeige durch den Hotelier.
Patrik_Berger_Redaktor Wirtschaft Desk_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg
Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Elias Vogt (30) ist wütend und enttäuscht. Der Besitzer des Hotels Chasseral in Nods BE hat eine Horrornacht hinter sich. Schuld daran ist eine Klasse des Bildungszentrums BWZ in Brugg AG. Sie hat die Nacht auf Donnerstag in einem Massenlager im Haus verbracht und im Hotel mit 18 Zimmern auf 1548 Metern über Meer grossen Schaden angerichtet.

«Die betrunkenen Jugendlichen haben das Massenlager fast ruiniert», sagt Vogt zu Blick. «Sie haben volle Cola-Flaschen rumgeworfen. Sie wollten sie zum Explodieren bringen», berichtet er. «Überall hing WC-Papier an den Betten und Chips lagen zerstampft auf dem Boden verstreut.» Vogt zeigt Blick Fotos, auf denen die Schäden zu sehen sind. Die Schüler haben zudem das Mobiliar verschoben. «Einige haben sich sogar mit den Bettdecken abgeseilt, um nach draussen zu kommen. Dabei sind die Decken kaputtgegangen.»

«Sonst wäre das komplett eskaliert»

Vogt arbeitet kurz vor Mitternacht noch im Büro, wird vom Lärm der Jugendlichen aufgeschreckt. «Zum Glück! Sonst wäre das noch stundenlang so weitergegangen und komplett eskaliert», glaubt er. Vogt betritt das Massenlager und stellt die Jugendlichen zur Rede. Dabei entdeckt er leere Whiskyflaschen auf den Betten. «Was für ein trauriges Abbild unserer Gesellschaft.»

Vogt eilt zum Lehrer, der in einem Einzelzimmer im Hotel schläft, und weckt ihn. «Er hat nichts mitbekommen und war erschüttert, was seine Schüler da angerichtet haben», sagt der Hotelier. An Schlaf im demolierten Lager ist nicht mehr zu denken. Vogt quartiert die Jugendlichen um. Am Morgen müssen sie dann – wieder einigermassen nüchtern – die gröbsten Spuren der Chaosnacht beseitigen. «Die Feinreinigung hat dann mein Personal übernommen», sagt er.

«Das ist Denkzettel genug»

Was Vogt besonders ärgert: Erst vor Kurzem hat er das Massenlager frisch eingerichtet, neue Kissen und Bezüge gekauft. Auf eine Anzeige wegen Sachbeschädigung verzichtet er aber. Die Schüler sind am Morgen zu einer Wanderung nach Biel BE aufgebrochen. «34 Kilometer mit einem Brummschädel? Das ist Denkzettel genug», sagt Vogt. Der Lehrer bezahlte ihm 800 Franken für die Schäden.

Das Bildungszentrum Brugg BWZ erfährt von Blick von dem Vorfall. «Wir bedauern sehr, was passiert ist, und nehmen die Angelegenheit ernst», sagt eine Sprecherin zu Blick. Man werde den Vorfall nun mit der betroffenen Klasse aufarbeiten und genau klären, was geschehen ist. «Je nach Ergebnis behalten wir uns vor, gegenüber den beteiligten Schülerinnen und Schülern entsprechende Konsequenzen zu ziehen», sagt sie zu Blick.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen