So präsentiert sich das Hotel auf Instagram
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Idylle pur und tolle Lage:So präsentiert sich das Hotel auf Instagram

Jetzt reagiert die Airline
Swiss-Crews wollen nicht in diesem Schmuddelhotel schlafen

Die Swiss zieht Konsequenzen: Nach monatelanger Kritik wegen Schimmel, Ungeziefer, Lärm und Sicherheitsmängeln schlafen Crews seit dem 3. September in Miami in einem anderen Hotel. Die Airline entschuldigt sich bei ihrer Besatzung.
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In diesem Hotel in Miami Beach waren die Besatzungen der Swiss untergebracht.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swiss verlässt Crewhotel in Miami
  • Kritik seit Monaten: Hygiene, Sicherheit und Ruhe für Crew unzureichend
  • Beschwerden häuften sich: Swiss prüft langfristige Lösung für neue Unterkunft
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Schimmel, Ungeziefer, kaputte Klimaanlagen und blockierte Notausgänge: Seit Monaten sorgte das Crewhotel von Swiss in Miami bei Piloten, Pilotinnen und dem Flugbegleitpersonal für Ärger. Jetzt zieht die Airline die Reissleine, wie das Aviatikportal Aerotelegraph berichtet. Seit dem 3. September übernachten die Besatzungen nicht mehr im umstrittenen Hotel in Miami Beach, direkt am Strand.

Damit vollzieht Swiss eine bemerkenswerte Kehrtwende. Bereits im Winter hatten Crewmitglieder über Schmutz, Ungeziefer und defekte Aufzüge und Klimaanlagen geklagt. Auch Türen und Notausgänge sorgten für Kritik. Dazu kam Lärm, der den Besatzungen nach den langen Flügen die dringend benötigte Erholung erschwert haben soll. Swiss hatte trotzdem an der Unterkunft festgehalten.

«In einem katastrophalen Zustand!»

Schon ein kurzer Blick auf die Google-Rezensionen genügt, um zu sehen, wo das Problem liegt. «Das Hotel ist in einem katastrophalen Zustand! Die Möbel fallen auseinander, die Dusche ist so verkalkt, und auf warmes Wasser wartet man ewig!», schreibt ein Gast. Ein anderer meint: «Das Hotel lebt nur von seiner Lage. Die Zimmer sind sehr alt, und genau so riecht es auch. Hinzu kommt, dass sie gefühlt gar nicht gereinigt werden.»

Auch die Kabinengewerkschaft Kapers wurde im Januar deutlich: Mindeststandards seien nicht eingehalten worden. Es gehe nicht nur um Komfort, sondern um Hygiene, Sicherheit und Ruhe. Eine weitere Unterbringung sei nicht vertretbar. Lufthansa zog damals bereits aus dem Hotel aus – die Swiss blieb. Die Airline setzte auf Verbesserungen durch den Betreiber. Doch mehr als sieben Monate später muss sie einräumen, dass diese Strategie nicht funktioniert hat. Zuletzt hätten sich Beschwerden wieder gehäuft. Versprochene Verbesserungen seien nicht nachhaltig umgesetzt worden.

«Wechsel ist die beste Lösung»

«Wir haben entschieden, das bisherige Crewhotel in Miami nicht mehr zu nutzen», bestätigt eine Swiss-Sprecherin gegenüber Blick. «Der von uns geforderte, hohe Standard ist aus unserer Sicht nicht mehr durchgängig erreicht worden.» Das Wohl der Crews liege der Swiss sehr am Herzen. «Unsere Besatzungen tragen jeden Tag eine grosse Verantwortung und sollen sich während ihrer Aufenthalte an den Destinationen gut erholen können», heisst es weiter. Eine Blick-Anfrage ans Hotel ist noch offen.

Man habe sich mit der Crew ausgetauscht und sei zum Schluss gekommen, dass «ein Wechsel für unsere Besatzungen die beste Lösung ist». Pilotinnen und Flugbegleiter werden nun vorübergehend in einem anderen Hotel in Miami untergebracht. «Parallel dazu prüfen wir verschiedene Optionen für eine langfristige Lösung», sagt die Swiss-Sprecherin zu Blick.

In einem internen Schreiben an die Crews, das Aerotelegraph vorliegt, räumt die Lufthansa-Tochter ein: «Wir waren zu optimistisch.» Trotz wiederholter Zusicherungen habe der Hotelbetrieb nicht dauerhaft auf dem geforderten Niveau stabilisiert werden können. Swiss entschuldigt sich im Mail bei den Besatzungen, die im Hotel nicht die erwartete Qualität und Verlässlichkeit vorgefunden hätten.

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