Darum gehts
- Brian Keller (30) darf seinen neugeborenen Sohn nicht sehen
- Es herrscht ein Konflikt mit der Mutter
- Keller erfuhr von Schwangerschaft Mitte September 2025, Geburt diese Woche
Brian Keller (30) ist diese Woche Vater geworden. Seine Freude: riesig. Genauso aber auch seine Enttäuschung. Der Grund: «Mein Sohn ist auf die Welt gekommen und ich darf ihn nicht sehen. Ich weiss nicht einmal, wie er heisst», sagt der Zürcher zu Blick.
Seit der vergangenen Auseinandersetzung mit der Mutter – die mit Kellers dreiwöchiger Haft endete – ist das Paar auf Distanz gegangen. Es soll gar ein Kontaktverbot herrschen.
Baby-News im September
Blick hat Keller gestern in Opfikon ZH in einem Restaurant getroffen. Dort – in einem Fitnessraum im Keller – trainiert der bekannteste Ex-Häftling weiterhin intensiv für seine Boxkarriere. In einer Trainingspause will er nur über ein Thema sprechen: seinen Sohn.
Keller berichtet: Mit seiner Ex-Freundin war er seit Dezember 2024 zusammen. Seine Babymama beschreibt er als «eine tolle, starke und intelligente Frau». Trotzdem habe es in ihrer Beziehung immer wieder gekriselt. In seinen Worten: «Wir sind beide impulsiv – und machen dann Dummheiten.»
Dass er Papa wird, habe er Mitte September 2025 erfahren. Seine damalige Freundin sei zu ihm gefahren und habe ihn mit dem Schwangerschaftstest überrascht. Mit leuchtenden Augen sagt Keller: «Ich habe mich sehr gefreut!»
Konfliktreiche Beziehung
Die Mutter habe er quasi über die ganze Schwangerschaft hinweg begleitet. In dieser Zeit habe es etwa Diskussionen rund um die Erziehung und die Zukunft des Kindes gegeben – aber «auch andere Konflikte», gibt Keller zu.
Der Zürcher möchte nicht vertiefter darauf eingehen, erklärt lediglich: «Wir hatten unterschiedliche Ansichten in Religionsfragen. Ich bin Muslim, sie Katholikin.» Aber auch in anderen Fragen zum Baby herrschte Uneinigkeit.
Das Paar habe ein ständiges Auf und Ab erlebt. Schliesslich eskalierte die Situation, Keller wurde am 22. April verhaftet. Der Vorwurf: Verdacht auf Drohung und Nötigung, wie Blick damals publik machte. Gemäss Recherchen soll Keller seine damals noch schwangere Ex-Freundin bedroht haben. Auch heute äussert er sich nicht zu den Vorwürfen.
Über die Verhaftung sagt er: «Ich lief aus dem Haus und schon wurde ich von der Spezialeinheit gepackt. Ich wusste nicht einmal, was ablief, und habe die Verhaftung nicht verstanden.» Am 25. April kam Keller in U-Haft.
Die Vereinbarung
Drei Wochen später wurde Keller wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. «Die anwaltlich vertretenen Parteien haben inzwischen einen Vergleich geschlossen, der auch einen Rückzug des Strafantrags der Geschädigten beinhaltet», hiess es in der Medienmitteilung der Zürcher Staatsanwaltschaft am 11. Mai.
Keller bestätigt, dass seine Ex und er an dem Montag eine Vereinbarung trafen. Ein Teil davon: Kontaktverbot zur Babymama. Am Nachmittag wurde er dann auch schon aus dem Gefängnis entlassen.
Bisher hat Keller nicht über die Beziehung und das Baby sowie die Haft oder die Vorwürfe gesprochen – auch weil er das gemeinsame Kind aus den Medien halten wollte. Dass er seinen Sohn jetzt aber nicht sehen kann, auch aufgrund des Kontaktverbots, macht dem 30-Jährigen extrem zu schaffen. Deshalb sieht Keller nur einen Ausweg: den Gang an die Öffentlichkeit.
Keller holt sein Handy heraus und zeigt Bilder, die ihm aus seinem Umfeld zugeschickt wurden. Darauf zu sehen: Blumen, Ballons und das Baby. Brian erklärt, dass er gerne bei der Geburt seines Sohnes dabei gewesen wäre.
Die Mutter wollte sich auf Blick-Anfrage weder zum Baby noch zur Beziehung oder den Vorwürfen äussern.
Kellers Wunsch: Dass sich der Kontakt mit der Mutter insofern stabilisiert, dass sie wenigstens «gemeinsam gute Eltern für den Kleinen» sein können. Er sagt: «Ich will ihn sehen. Ich will für ihn da sein. Er ist mein Sohn! Es kann doch nicht sein, dass mir das verwehrt wird!»