Video zeigt das verunfallte Auto in der Kiesgrube
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Einsatzkräfte auch vor Ort:Video zeigt das verunfallte Auto in der Kiesgrube

Sven T. (†18) starb in der Kiesgrube von Lützelflüh BE – Vater sagt
«Unser Sohn war so ein lieber Kerli»

Er hatte noch sein ganzes Leben vor sich. Jetzt ist Sven T. tot. Er wurde gerade mal 18 Jahre alt. Dies, weil er in Lützelflüh BE mit dem Wagen von der Strasse abkam, einen Zaun durchbrach und in einer Kiesgrube landete. Jetzt konnte Blick mit seinem Vater sprechen.
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Sven T. (†18) spielte bei einem regionalen Eishockeyverein.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auto stürzt in Lützelflüh BE in Kiesgrube: Lenker (†18) stirbt
  • Fahrzeug durchbrach Zaun, stürzte 30 Meter, Unfallursache bleibt unklar
  • Strasse 5 Stunden gesperrt, zwei Schwerverletzte, Ermittlungen laufen

Der schwere Unfall hat über die Region hinaus schockiert: Ein Auto kommt in Lützelflüh BE von der Strasse ab, durchbricht einen Zaun und landet in einer Kiesgrube. Trauriges Resultat: Der junge Lenker des Wagens stirbt noch vor Ort. Zwei weitere Personen, die auch im Wagen waren, werden schwer verletzt.

Recherchen von Blick zeigen nun: Beim Verstorbenen handelt es sich um Sven T.* (†18), der in einem Dorf im Emmental wohnt. «Unser Sohn war so ein lieber Kerli», sagt sein Vater zu Hause traurig und mit Tränen in den Augen zu Blick. Er findet kaum Worte für seinen tiefen Seelenschmerz. Auch die Mutter von Sven T. spricht kurz mit Blick. Ihre Augen sagen mehr als tausend Worte.

Auto stürzte «rund 30 Meter in eine Kiesgrube»

Passiert ist der fatale Unfall vergangenen Freitag, kurz vor 19.30 Uhr. Wie die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung schrieb, war gemäss aktuellen Erkenntnissen ein Fahrzeug von Grüenenmatt auf der Lützelflühstrasse Richtung Lützelflüh unterwegs. Dann geriet es «aus noch zu klärenden Gründen» in einer Linkskurve ins Schleudern. Daraufhin schleuderte es von der Strasse auf ein Wiesland, durchbrach einen Absperrzaun und «stürzte rund 30 Meter in eine Kiesgrube». Erst dann kam der Wagen zum Stillstand.

Den ersten Helferinnen und Helfern bot sich ein schreckliches Bild. Zwar wurden sofort Rettungsmassnahmen durch die Einsatzkräfte eingeleitet, doch der Fahrer war zu schwer verletzt. Er verstarb noch in der Kiesgrube.

Die beiden Mitfahrenden wurden schwer verletzt. Eine Person wurde mit der Rega in kritischem Zustand ins Spital geflogen, eine weitere Person mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.

Der betroffene Strassenabschnitt musste während der Unfallarbeiten für rund fünf Stunden gesperrt werden. Im Einsatz war auch ein Care-Team des Kantons Bern.

Vater von Sven T. findet Worte für Schwerverletzte

Der Vater von Sven T. möchte zum Unfall selbst nichts sagen und verweist an die Kapo Bern. Dort heisst es am Montag auf Nachfrage von Blick: «Die Unfallursache ist Gegenstand der Ermittlungen.» Und die schwer verletzten Personen? «Zum Gesundheitszustand der Betroffenen gibt es nichts Neues zu kommunizieren.»

Trotz der grossen Trauer um seinen Sohn findet der Vater von Sven T. noch Worte für die Schwerverletzten: «Wir wünschen den beiden anderen Insassen, dass sie wieder ganz gesund werden.»

«Wir vermissen dich»

Sven T. musste sein junges Leben lassen. An der Unfallstelle wurde ein grosses Kreuz aus Holz hingestellt. Darauf ist gross der richtige Vorname von Sven T. zu lesen. Im Blick möchten die Angehörigen die Anonymität für ihren verstorbenen Sohn wahren. Sie, Bekannte und Freunde haben an der Unfallstelle Blumen und Kerzen niedergelegt. «Wir vermissen dich», heisst es etwa auf einer Kerze.

Die Trauer um den 18-Jährigen ist auch in den sozialen Medien gross. «Ruhe in Frieden», schreiben viele Userinnen und User. Doch es gibt auch kritische Stimmen, die etwa schreiben: «Zu schnell.»

Eishockeyspieler in der Region

Fest steht: Sven T. war beliebt und sportlich. Der 18-Jährige spielte bei einem regionalen Eishockeyverein und soll gar mal Junior bei den SCL Tigers gewesen sein.

Ob Sven T. mit dem Auto wirklich zu schnell unterwegs war, wie vermutet wird, oder ob ein anderer Grund das Auto von der Strasse schleuderte, wird nun von der Polizei und der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau untersucht. Sicher ist bereits: Nichts wird Sven T. zu seinen Liebsten zurückbringen.

* Name auf Wunsch der Familie geändert 

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