Darum gehts
- Technische Störung im Shoppyland Schönbühl BE: Kühlregale leer, Sortiment eingeschränkt
- Die genaue Ursache ist noch unklar – aus Sicherheitsgründen räumte die Migros die betroffenen Kühlmöbel aus
- Rekordsommer 2026: Zahlreiche Kühlgeräte sind überlastet, es sind auch Coop-Filialen betroffen
Blick-Leser Renato S.* (22) möchte sich am Morgen nur noch schnell einen Snack aus dem Kühlregal holen und dann zur Arbeit. Doch daraus wird nichts! Im Migros im Shoppyland in Schönbühl BE steht er vor leeren Kühlregalen. «Leider verfügen wir zurzeit nur über ein eingeschränktes Sortiment aufgrund eines ausserordentlichen Ereignisses», heisst es auf einem Schild, das die Kundinnen und Kunden informiert.
Grund dafür sei eine technische Störung, teilt die Migros Aare auf Anfrage von Blick mit. «Die Kühltemperatur konnte nicht mehr eingehalten werden», heisst es weiter. Betroffen seien aber nur die Wandanlagen; alle frei stehenden Kühler in diesen Bereichen und alle Kühler in weiteren Abteilungen sowie die Fleisch- und Fischtheke seien nach wie vor in Betrieb. «Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie die Lebensmittelsicherheit haben für uns oberste Priorität. Deshalb wurden die betroffenen Kühlmöbel vorsorglich geräumt oder gesperrt», so die Sprecherin weiter.
Produkte, bei denen die vorgeschriebenen Kühltemperaturen nicht jederzeit habe gewährleistet werden können, würden nicht mehr verkauft. «Die Ursache konnte bisher noch nicht abschliessend ermittelt werden», sagt die Migros-Sprecherin. Experten würden mit Hochdruck an der Behebung der Störung arbeiten.
Produkte mit Karton abgedeckt
Der Zwischenfall im Shoppyland Schönbühl ist einer von mehreren ähnlichen Zwischenfällen im Rekordsommer 2026. Immer wieder kommen Kühlregale an ihre Grenzen – oder steigen komplett aus. So etwa Ende Juni in der Migros-Filiale im Gäupark in Egerkingen SO. Die Angestellten mussten die Hälfte aller Auslagen leer räumen. Weil die Abluftkühlung nicht mehr richtig funktioniert habe, seien die Kühlanlagen nicht mehr leistungsfähig gewesen, wie die dortige Migros-Sprecherin erklärte.
Auch Konkurrent Coop hatte mit den Folgen der Hitze zu kämpfen. In Weinfelden TG hatte das Personal grosse Kartons auf die offenen Kühltruhen gelegt. Die Fertigpizzas und die verpackten Weggli-Sandwiches darunter durfte man sich noch nehmen, musste dafür aber den Karton hochheben. Und diesen dann wieder sorgfältig platzieren, wie Coop auf einem Schild hinwies: «Aufgrund möglicher Überlastung der Kälteanlagen bitten wir um Verständnis, dass wir die Truhen abgedeckt halten. Gern dürfen Sie sich weiterhin bedienen, und wir bitten Sie, die Abdeckungen wieder zu schliessen», hiess es darauf.
Im Coop in Baden AG waren die Kühltruhen ebenfalls überlastet. Das Personal hat deshalb die schwarzen Rollos der Geräte heruntergezogen. «Einzelne Kundinnen und Kunden haben trotzdem versucht, unter die Abdeckung zu greifen, um an die Kühlware zu kommen», sagte eine Blick-Leserin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten in solchen Fällen eingegriffen. Auch sie dürften froh sein, wenn sich die gröbste Hitze verabschiedet.
* Name bekannt