Dieser simple Anti-Stress-Trick ist Gold wert
1:13
Für ein längeres Leben:Dieser simple Anti-Stress-Trick ist Gold wert

Als sie auf die Welt kam, lebte Kaiser Franz Joseph I. noch
Die älteste Schweizerin (111) verrät Blick ihr Geheimnis

Hedwig Zaugg aus Huttwil BE feierte am 17. Mai ihren 111. Geburtstag und ist damit die älteste lebende Schweizerin. Im Altersheim Sonnegg verriet sie Blick das Geheimnis ihres langen Lebens – mit musikalischer Einlage.
Kommentieren
1/8
Hedwig Zaugg (111) ist die älteste noch lebende Schweizerin. Geboren wurde sie am 17. Mai 1915, mitten im Ersten Weltkrieg.
Foto: Sebastian Babic

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hedwig Zaugg (111) aus Huttwil ist die älteste lebende Schweizerin
  • Ihr Lebensgeheimnis: Genügsamkeit, Familie und gutes Essen
  • Knapp 700 Tage bis zum Schweizer Altersrekord
Blick_Portraits_256.JPG
Sebastian BabicReporter Blick

Hedwig Zaugg (111) aus Walterswil BE ist mitten in den Ersten Weltkrieg geboren worden. Heute wohnt sie in Huttwil BE – und sie ist der älteste Mensch der Schweiz. Was ist ihr Geheimnis? Blick will es wissen und besucht die rüstige Seniorin im Altersheim und erhält sogar ein kleines, musikalisches Ständchen.

Erst vor wenigen Tagen, am 17. Mai, durfte Hedwig «Mubli» Zaugg ihren 111. Geburtstag feiern. Im Seniorenpark Sonnegg ist man stolz darauf. Ein Blumengesteck gleich beim Eingang erinnert an den besonderen Schnapszahl-Geburtstag der ältesten Schweizerin.

Zaugg sitzt in ihrem gemütlichen Alterszimmer, grüsst freundlich und erzählt von ihrem Leben. In der Hand hält sie Garn und Nadel. Die Häkelbewegungen stimmen noch, doch die Fäden wollen sich nicht so fügen wie früher.

Die Familie war das Wichtigste

Aufgewachsen ist sie in einer einfacheren Zeit, als Tochter eines Rechenmachers auf einem kleinen Bauernhof, als jüngstes von vier Geschwistern. Ihre Mutter starb an der Spanischen Grippe, als sie drei Jahre alt war.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Ihr Vater und die Grosseltern kümmerten sich um die Familie. «Mein Vater war gütig, konnte aber auch streng sein. Er war ein guter Handwerker und stellte fast alles, was wir brauchten, selbst her.» Die älteren Schwestern und ihr Bruder mussten schon früh auf dem Hof helfen. «Ich wurde aber als Jüngste ein bisschen geschont», schmunzelt sie.

Eine besondere Beziehung hatte Zaugg auch zu den Grosseltern, wie sie sagt. «Als mein Grossvater starb, verloren wir viel. Er war ein herzensguter Mensch», erzählt sie. «Er war immer fröhlich und sang gerne!»

Seinen Humor und die Leidenschaft für das Singen gab er offenbar auch an seine Enkelin weiter. Mitten im Gespräch stimmt sie plötzlich «Brienzer Buurli» an, ein Volkslied aus dem Jahr 1880. Bis heute erinnert sie sich beinahe noch an alle Strophen.

Musik erfüllt sie mit Glück

Fast folgerichtig, dass das schönste Erlebnis aus ihren 111 Lebensjahren auch mit Musik zusammenhängt: «Unser Nachbar hatte sich damals ein Grammophon gekauft.» Zufällig sei sie, gemeinsam mit ihrem Vater, am Haus des Nachbarn vorbeigelaufen, dort lief «Es war einmal ein Musikus», ein alter deutscher Schlager aus den 1930er-Jahren: «Die Musik hat mich so berührt, dass ich weinen musste. Ich hätte den ganzen Tag lang zuhören können.»

Ihren Mann Res beschreibt sie als lebensfrohen Menschen. «Er war ein Lustiger», schwärmt sie. Gemeinsam mit Res gründete sie dann ihre eigene Familie. Heute ist sie stolze Mutter von zwei Töchtern sowie Grossmutter von vier Enkeln und sechs Urenkeln.

Bis vor rund zehn Jahren lebte sie noch selbständig. Nach einem Unfall, bei dem sie sich das Becken brach, wurde der Alltag aber komplizierter, sodass sie ins Altersheim umziehen musste.

«Manchmal ist es halt nicht so lustig. Ich bin einfach durch», sagt sie. Ihr fehlen das Backen, Kochen und natürlich das Häkeln, sagt sie.

Das Geheimnis ihres langen Lebens

Das Geheimnis ihres langen Lebens sei eigentlich gar keines, meint sie: «Wir haben einfach gelebt und das Leben genommen, wie es kommt. Wir hatten auch kein Geld, um uns alles Mögliche zu kaufen.»

Genügsamkeit, Arbeit, Familie und gutes Essen seien wichtig. Zudem liege die Langlebigkeit auch in der Familie: «Mein Vater wurde auch fast 100 Jahre alt.» 

Auch Bewegung gehörte lange zu ihrem Alltag. Bis ins hohe Alter machte sie regelmässig Yoga-Übungen. Noch heute staunt das Pflegepersonal über ihre körperliche Fitness und Beweglichkeit.

Einen Tipp hat sie aber doch noch: «Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass sie drei Baumnüsse am Tag essen sollen. Das ist auch gut fürs Gehirn.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen