Dieser simple Anti-Stress-Trick ist Gold wert
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Für ein längeres Leben:Dieser simple Anti-Stress-Trick ist Gold wert

Durchschnitt über 84 Jahre
Die Schweiz ist Spitzenreiterin bei der Lebenserwartung

Hedwig Zaugg, die älteste Schweizerin, erlebte in ihren 111 Lebensjahren einen Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung von fast 30 Jahren. Die Schweiz zählt damit weltweit zu den Spitzenreitern.
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In kaum einem anderen Land auf der Welt haben die Menschen eine so hohe Lebenserwartung wie in der Schweiz.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hedwig Zaugg, 111 Jahre alt, ist die älteste Schweizerin
  • Frauen in der Schweiz leben durchschnittlich fast 86 Jahre
  • 1960er-Jahre: Dreimal höhere Säuglingssterblichkeit als heute in der Schweiz
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Mattia JutzelerRedaktor News

Als Hedwig Zaugg, die aktuell älteste lebende Schweizerin, vor über 111 Jahren auf die Welt kam, lag die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in der Schweiz gerade einmal bei gut 57 Jahren. Männer wurden im Durchschnitt sogar nur 55 Jahre alt.

Zu Lebzeiten der ältesten Schweizerin sind diese Werte regelrecht in die Höhe geschossen. Nach einem kurzen Einbruch der Lebenserwartung im Jahr 1919, zurückzuführen auf die verheerende Spanische Grippe, wurden die Menschen in der Schweiz Jahr für Jahr im Durchschnitt immer älter. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Statistik.

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Niedrigere Kindersterblichkeit

In der Schweiz werden Männer heute im Schnitt gut 82 und Frauen sogar fast 86 Jahre alt. Die Lebenserwartung entspricht laut dem Bundesamt der durchschnittlichen Zahl der zu erwartenden weiteren Lebensjahre. Diese Zahl wird von altersspezifischen Sterblichkeitsverhältnissen beeinflusst. 

Klingt kompliziert, ist aber einfach erklärt: Eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund 56 Jahren bedeutet natürlich nicht, dass die Menschen 1915 nach ihrem 56. Geburtstag alle tot umfielen. Vielmehr starben damals deutlich mehr Schweizerinnen und Schweizer in einem eher jungen Alter, etwa an Krankheiten oder Mangelernährung.

Auch war die Kindersterblichkeit deutlich höher als heute, was den Durchschnitt ebenfalls nach unten zog. Allein in den 1960er-Jahren starben etwa dreimal so viele Kinder im Säuglingsalter wie heute.

Schweiz ist Spitzenreiterin

Alt werden konnten die Menschen also bereits vor über 100 Jahren. Heutzutage erreichen hierzulande deutlich mehr Personen ein hohes Alter, was sich dann in der durchschnittlichen Lebenserwartung widerspiegelt. Zugang zu einem modernen Gesundheitssystem ist also essenziell, damit eine Bevölkerung eine hohe Lebenserwartung erreicht. 

In der Schweiz können überdies speziell viele Menschen auch noch im hohen Alter Geburtstag feiern. Nur in den Mikrostaaten Monaco, San Marino und unserem Nachbarland Liechtenstein ist die Lebenserwartung noch höher als in der Eidgenossenschaft. Das zeigt ein Bericht von «Business Insider».

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Unsere nördlichen Nachbarn in Deutschland müssen sich in diesem Punkt geschlagen geben. Laut dem statistischen Amt der Bundesrepublik werden Männer dort im Schnitt nur gut 78, Frauen immerhin gut 83 Jahre alt. Beide Werte liegen deutlich unter denen der Schweiz.

Höheres Einkommen und besseres Gesundheitssystem

Woher kommt aber diese Diskrepanz? Laut Roland Gau, Professor für Demografie an der Universität Rostock, ist ein Faktor das höhere Einkommen in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland. «Wir sehen, dass Menschen mit höherer Rente länger leben», erklärt er in der «NZZ». «Das sind Personen, die zuvor ein höheres Einkommen hatten.»

Ein anderer möglicher Faktor liegt laut Gau im deutschen Gesundheitssystem. Vor allem die Männer im Alter zwischen 60 und 70 Jahren seien für die niedrigere Lebenserwartung im Vergleich zur Schweiz verantwortlich. «Eine mögliche Ursache liegt im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen», meint der Experte hierzu. «Zwar sind Prävention und Behandlung in den vergangenen Jahrzehnten überall sehr viel besser geworden, aber Deutschland scheint im internationalen Vergleich hinterherzuhinken.»

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