Darum gehts
- Im Kanton Bern kämpfen 16 Kandidierende um sieben Regierungsrat-Sitze am Wahlsonntag
- SVP will der SP einen Sitz abluchsen, vier Bisherige treten an
- 16 Kandidatinnen und Kandidaten, darunter Aussenseiter wie der «König der Schweiz»
Nordmann hat in der Waadt die Führung übernommen
So schnell kann isch das Blatt drehen. Nach über 90 Prozent der ausgezählten Stimmen, hat Roger Nordmann die Spitze übernommen: Er liegt mit 50,96 Prozent vorne. SVP-Konkurrent Jean-Francois Thuillard kommt auf 47,51 Prozent. Doch noch fehlen einige Gemeinden. Es wird spannend.
SP-Nordmann liegt in der Waadt hinten
Der ehemalige SP-Fraktionschef Roger Nordmann will endlich den Sprung in die Regierung schaffen: Doch momentan liegt er im zweiten Wahlgang um den freien Regierungssitz im Kanton Waadt hinten. Nachdem 60 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, liegt er hinter SVP-Mann Jean-François Thuillard, der auf 51,45 Prozent kommt. Nordmann kommt auf 47,01 Prozent.
Noch ist aber nichts verloren für Nordmann, der jahrelang die nationale Politik mitprägte. Noch fehlen die Resultate der grösseren Städte, die normalerweise eher links wählen.
So wird der heutige Tag
Die Wahlen im Kanton Bern dauern erfahrungsgemäss länger: Die ersten Zwischenresultate für die Regierungsratswahlen gibt es ab 14.00 Uhr. Ab 15.00 Uhr folgt dann eine erste Hochrechnung. Die Endresultate für den Regierungsrat gibt es zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr. Die Endresultate zum Grossen Rat werden zwischen 20.00 Uhr und 23.00 Uhr erwartet.
Lange Schlange vor dem Stimmlokal
Die Bernerinnen und Berner nutzen die letzte Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Vor dem Stimmlokal am Bahnhof gibt es eine lange Schlange – nur wenige Minuten bevor die Urnen schliessen. Doch wer bis 12.00 Uhr in der Schlange steht, darf die Stimme noch abgeben.
Ab Nachmittag gehts in Bern um die Wurst
Wer zieht in den Berner Regierungsrat ein? Wie verteilen sich die Sitze im Grossen Rat? Blick berichtet fortlaufend live über die Wahlen im Kanton Bern. Bis 14 Uhr werden die ersten Zwischenresultate eintreffen – und um 15 Uhr die erste Hochrechnung.
Die SVP bläst zum Angriff: Bei den Wahlen im Kanton Bern wollen sie der SP einen Sitz abluchsen. Sieben Sitze gibt es im Regierungsrat, aber nur vier Bisherige treten wieder an. Es sind dies Astrid Bärtschi (52, Mitte), Evi Allemann (48, SP), Philippe Müller (62, FDP) und Pierre Alain Schnegg (63, SVP).
Dahinter gibt es Platz für neue Kandidatinnen und Kandidaten: Die Bürgerlichen treten mit einem Fünferticket an, um die Chancen auf einen Sitzgewinn zu erhöhen. Rot-Grün will mit einem Viererticket derweil die Sitze von Christoph Ammann (56, SP) und Christine Häsler (63, Grüne) verteidigen.
«König der Schweiz» kandidiert
Die Chancen von Raphael Lanz (57, SVP), zumindest den Sitz des abtretenden Christoph Neuhaus (59, SVP) zu sichern, sind intakt. Dazu könnten Grünen-Nationalrätin Aline Trede (42) und Reto Müller (47, SP) die Sitze ihrer jeweiligen Parteikollegen verteidigen. An der Sitzverteilung in der Berner Regierung würde sich somit nichts ändern.
Doch Daniel Bichsel (56, SVP) und Hervé Gullotti (53, SP) wollen versuchen, für ihre jeweiligen Parteien einen Sitz zu gewinnen.
Insgesamt gibt es 16 Kandidatinnen und Kandidaten, darunter auch einige Aussenseiter: Die Sigriswiler Grossrätin Madeleine Amstutz (47) kandidiert als Parteilose, Jorgo Ananiadis (56) will für die Piratenpartei die Sensation schaffen, und mit Jonas Lauwiner (31) kandidiert auch der selbst ernannte «König der Schweiz».
Nicht nur in Bern wird gewählt. In der Waadt will Roger Nordmann (53), der ehemalige SP-Fraktionschef im Bundeshaus, in die Regierung. Im ersten Wahlgang lag er aber knapp auf Platz zwei.
Der Wahlsonntag verspricht also Spannung, Blick berichtet live im Ticker.