Darum gehts
- Agroscope verliert bis 2029 rund 10 Millionen CHF Budget.
- 58 Vollzeitstellen werden abgebaut, 43 Mitarbeitende verlieren ihre Jobs.
- Forschung zu gesunder Ernährung und Vertical Farming wird eingestellt.
Sie forschen zu Kartoffeln, Getreidesorten und Schädlingen beim Obstbau. Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes, das zur Landwirtschaft forscht. Doch der Bund muss sparen und das trifft auch die Forscher. Bis Ende 2029 wird das Budget im Vergleich zu 2023 um rund 10 Millionen Franken reduziert.
Die Sparmassnahmen führen zu einem Abbau von 58 Vollzeitstellen, heisst es in einer Medienmitteilung. «So weit wie möglich» soll das über natürliche Abgänge, bestehende Vakanzen und befristeten Verträgen passen. «Dennoch sind 43 Mitarbeitende von einer Stellenaufhebung betroffen.»
Gleichzeitig will sich Agroscope thematisch stärker fokussieren und auf die Kernaufgaben konzentrieren: «Forschung zur Primärproduktion und zu Umweltwirkungen der Landwirtschaft, gesetzliche Vollzugsaufgaben und Politikberatung.»
Keine Forschung zur gesunden Ernährung
Mit dieser Fokussierung wolle man die negativen Auswirkungen der Sparmassnahmen begrenzen. «Dennoch wirken sie sich direkt auf die Leistungen für die Land- und Ernährungswirtschaft aus. Agroscope wird seine Forschung in den Bereichen gesunde Ernährung und neue Lebensmittelprodukte, alternative Nischenkulturen, Gewürz- und Medizinalpflanzen sowie Vertical Farming nicht weiterführen.»
Die Sparmassnahmen seien «einschneidend», heisst es in der Mittelung weiter. Man wolle aber eine kompetitive und kompetente Forschungsinstitution bleiben.